Chemicus 2 – Die versunkene Stadt
“…und Chemie wird zum Abenteuer” so preist der Heureka-Klett Softwareverlag sein Chemie Lern(Spiel)programm an. Nach dem Erfolg des ersten Teils hat der Verlag, aus dessen Feder auch diverse andere Lernspiel wie Physikus, Historian, Informaticus und Bioscopia stammen, bereits 2002 einen zweiten Teil herausgebracht, der nun in einer Jubiläumsedition verfügbar ist. Genau wie im ersten Teil spielt man ein rätselreiches Abenteuer bei dem man immer wieder vor Chemische Probleme gestellt wird.
Man kann nach dem Start wählen, ob man mit dem Spiel beginnen möchte oder erst mal im Lernteil etwas schmökern. Im Lernteil finden sich texttuelle Aufbereitungen zu 7 Themen der Chemie + einem zur
Geschichte und einem Anhang über Stoffdaten und mathematische Formeln runden das Ganze ab. Hier findet man auch ein Stichwortverzeichnis, in dem man dann schnell nach unbekannten Begriffen suchen kann. Leider ist die Navigation etwas umständlich, da man nur innerhalb der Oberpunkte hin und her navigieren kann und Links zu Fachbegriffen ebenfalls fehlen. Fachbegriffe muss man dann immer mühevoll im Index suchen, wozu man den aktuellen Artikel verlassen muss. Der Lernteil ist natürlich während des Spiels immer zugänglich, allerdings nur soweit man die im Spielverlauf eingzusammelnden Lernchips besitzt.
Wenn man mit dem Spiel beginnt, bekommt man als erstes einen kurzen animierten Film gezeigt, mit dem man in die Geschichte eingeführt wird. Professor Avelarius, Gewinner von vier Nobelpreisen in den letzten vier Jahren ist verschwunden und Sie sind sein Assistent. Dummerweise ist in einem der Labors ein Experiment außer Kontrolle geraten. Da der Professor der einzige ist, der Zutritt zu den Labors gewähren kann, müssen sie ihn schnellstens finden. Man beginnt im Büro des Professors, wo er zuletzt gesehen wurde. Nachdem man dort eine Caesarsche Verschiebechiffre mit der Dechiffrierscheibe im Schreibtisch gelöst hat kann man nun endlich in die Stadt des Wissens – dem eigentlichen Schauplatz von Chemicus 2. Um im Spielverlauf vorwärts zu kommen, muss man immer wieder kleinere Rätsel lösen, die teilweise als Spiel z.B. als Periodensystem-Tetris dargeboten werden oder aber auch als Chemische – Versuche. Die Versuche sind in Lernchips beschrieben. Der Spieler soll die dort gemachten Angaben nachvollziehen, umsetzen und ausprobieren.
Die Navigation im Spiel ist denkbar einfach gehalten. Wenn auf dem Hauptschirm der Mauszeiger zu einem Pfeil wird, kann man in die Richtung laufen sonst nicht. Dadurch wird die Navigation zwar zu einem Suchen nach dem „Wo darf ich hin?” oder „Wie komme ich da hin?”. Es ist halt kein 3D-Shooter. Man hat aber auch nur beschränkte Möglichkeiten, etwas verkehrt zu machen.
Das Ziel des Spieles ist es das Rätsel um die teilweise im Meer versunkene Stadt des Wissens zu lösen. Dabei muss man auf die Insel der Alchemie gelangen, auf der wohl auch Professor Avelarius abgeblieben ist.
Fazit: Das Spiel ist sehr unterhaltsam. Ob die Rätsel allerdings von Kindern alle in angemessener Zeit zu knacken sind, möchte ich jedoch stark bezweifeln. Dafür spricht auch das Heureka, den Chemicus 2 mittlerweile nur noch in einer Jubiläumsedition mit Lösungsbuch vertreibt. Das ganze Spiel ist aber trotzdem grafisch sehr hübsch gemacht und für knapp 10 Euro auch nicht besonders teuer, so dass jeder selbst einen Blick riskieren kann.
| Titel | Chemicus 2 – Die versunkene Stadt |
|---|---|
| Hersteller | Heureka Klett |
| Altersfreigabe (FSK) | keine Angaben |
| System | PC (Windows 98 / Me / 2000 / XP, Macintosh) |
| Preis | € 49,90 (Listenpreis) |







27. November 2008 um 01:20
Frage: Wie viel kostet es denn jetzt? Michael schreibt “knapp 10 Euro”,
bei den Angaben steht aber “49,90 Euro”. Was ist richtig?