Verbote bringen nichts!

Holzweg

Das Internet hat im Bereich der Kommunikationstechnologien revolutionäre Veränderungen ausgelöst. Leider wurde dadurch auch die Kontrollierbarkeit der Medieninhalte wesentlich erschwert. Angebot und Nutzung entziehen sich durch die globale Freiheit des Zugangs für Anbieter wie Nutzer, die Vielfalt des Angebots und die Individualisierung der Nutzung jeglicher zentral gesteuerten staatlichen Kontrolle.
Wie also schützt man seine Kinder vor diesen jugendgefährdenden Inhalten im Netz

Was natürlich nahe liegt wäre, den Kindern den Umgang mit dem Internet komplett zu verbieten. Doch spätestens nach dem Misserfolg des Verbotes in Sachen Fernsehkonsum in den Fünfziger- und Sechzigerjahren ist dies wohl kaum als plausible Lösung des Problems anzusehen. Außerdem geht es beim Umgang mit dem Internet ja auch nicht nur um Freizeitgestaltung, sondern auch um eine der wichtigsten Zukuntfstechnologien. Man sollte also seinen Kindern die Chance geben, den verantwortlichen Umgang mit dem Medium Internet zu erlernen. Dazu muss man als Elternteil natürlich erst einmal selbst eine gewisse kind- bzw. jugendgerechte Medienkompetenz entwickeln, um diese dann an die Sprößlinge weitergeben bzw. sie bei der Entwicklung ihrer eigenen Medienkomopetenz unterstützen zu können.

Um Eltern zu helfen, sich dieser Aufgabe zu stellen und sie auch sicher und effektiv auf die eigenen Kinder anwenden zu können, hier einige Tipps für ein sicheres Surfen von Kindern:

  • Vorerst gemeinsam mit dem Kind surfen
  • Bevor man mit Kindern im Internet surft sollte man sich zuvor über das Angebot für Kinder informieren. Denn nicht alle Seiten, die für Kinder angeboten werden, sind auch wirklich für sie geeignet.
  • Die Zeit, die die Kinder im Internet verbringen, sollte unbedingt begrenzt werden.
  • Andere Aktivitäten, vor allem körperliche Bewegung und Freundschaften sowie sämtliche sozialen Kontakte dürfen nicht vernachlässigt werden.
  • Den Computer nicht ins Kinderzimmer stellen. Ein Platz in der Wohnung, der häufig frequentiert wird eignet sich besser (z.B. eine Ecke im Wohnzimmer). Somit ist eine schnelle Kontrolle aber auch eine Ansprechmöglichkeit für das Kind gewährleistet.
  • Regelmäßig mit den Kindern über seine Internet-Erlebnisse /-erfahrungen reden.
  • Mit dem Kind über problematische Angebote des Internets reden. So ist es nicht völlig unvorbereitet, wenn es auf eine Seite stößt, die nur für Erwachsene gedacht ist und kann die Informationen besser einordnen / verarbeiten.
  • Man sollte jedoch beachten, dass aus Kindern irgendwann Jugendliche werden. Teenager brauchen ihre Privatsphäre für die Identitätsbildung. Der Internet PC sollte dann im eigenen Zimmer stehen, was eine angemessene Aufsicht, z.B. mit dem Programm "Parents Friend" (medienmami berichtete), aber nicht unbedingt ausschließen muss.

Quelle: www.fsm.de

Kommentar hinterlassen