Was kann mein Kind vom Computer lernen und was nicht ?
Neben seinen traditionellen Funktionen als Schreib- oder Rechenmaschine, als Organizer oder einfach nur als Spielzeug wird der Computer mehr und mehr auch als Lernhilfe für Kinder und Jugendliche angesehen. In manchen Bereichen kann er diese Erwartung erfüllen, oft aber auch nicht.
Interaktivität: Ein großer Vorteil des Computers (auch wenn er nur zur Unterhaltung genutzt wird) gegenüber anderen Medien wie z.B. dem Fernsehen ist die Tatsache, dass ohne ein Mindestmaß an Interaktivität garnichts passiert. Durch Rückmeldungen werden sie zu weiterem Handeln motiviert.
Spielen: In Computerspielen lernen Kinder das eigene Tempo zu bestimmen, Auge und Hand blitzschnell zu koordinieren, Rätsel zu lösen Problemlösungen finden und Erfolg zu haben. Allerdings ist zu sagen, dass Kinder beim "herkömmlichen" spielen draußen oder im Kinderzimmer grundsätzlich genauso gut lernen. Allerdings ist gegen die Möglichkeit, diese Erfahrungen (auch) am Computer zu erlangen nichts einzuwenden, solange es sich nicht um sinnbefreite Ballerspiele handelt.
Klassisches Lernen: Eltern und Lehrer versprechen sich oft viel von Lernsoftware wie Vokabeltrainer oder Übungsprogramme für Mathematik oder Naturwissenschaften. Allerdings zeigen Studien, dass die allermeisten Kinder (nach einer kurzen Anfangseuphorie) das Lernen für die Schule mit Computer genauso bewerten wie das Lernen ohne. Eine Ausnahme stellen einige wenige Softwaretitel dar, bei denen die Entwickler tief in die Kreativitätskiste gegriffen haben und das Schulmeisterliche durch Spannendes, Interessantes und Interaktives ersetzt haben. Hier gilt es genauer hinzuschauen.




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