Nützliche Online-Hilfen für die Schule – Teil I

Logo der Wikipedia

Ob Referate, Hausaufgaben oder Lernen auf Klassenarbeiten… das Internet als Wissenspool ist ideal für die Informationssuche. Sich in dieser Datenflut zurecht zu finden fällt nicht leicht und jeder, der schon einmal „gegoogelt“ hat, weiß, dass die Suche langwierig werden kann. Medienmami.de stellt einige Online-Portale und Helferlein vor, die für den Schulalltag nützlich sind. Den Anfang macht heute die freie Online-Enzyklopädie „Wikipedia“.

Man könnte es fast schon als eine Art „Bewegung“ bezeichnen. Wikipedia ist das Online-Lexikon schlechthin. Freiwillige Autoren, meist Experten, haben sich zum Ziel gesetzt, in Kooperation eine Online-Enzyklopädie zu erstellen, die ihresgleichen sucht. Die Idee dahinter ist einfach: jeder, der etwas schreiben möchte, darf dies tun – und, was fast noch wichtiger ist, jeder, der etwas ändern möchte, darf dies auch tun. Somit entstand im Laufe der Jahre ein umfangreicher Wissenspool, der mit 130.000 Artikeln zu fast jedem Thema Informationen bereithält. So findet man z.B. zum Thema Löwenzahn nicht nur detaillierte Informationen über die Blume, sondern erfährt auch einiges Wissenswertes über die Sendung „Löwenzahn“ im ZDF.

Was ist anders als bei anderen Lexika?

Wikipedia Screenshot

Abgesehen von den freiwilligen Autoren gibt es noch eine weitere Besonderheit, mit der sich Wikipedia von anderen Enzyklopädien abhebt: sämtliche Inhalte von Wikipedia dürfen dauerhaft frei kopiert und verbreitet werden.

Wie enzyklopädisch ist Wikipedia?

Bei einer solchen Vielzahl von Autoren drängt sich die Frage auf: wie wissenschaftlich ist ein Lexikon, das aus dem „Senf“ vieler tausender Internetuser besteht? In der Regel werden die meisten Artikel von Experten und Spezialisten verfasst. Für jeden Artikel gibt es einen eigenen Diskussionsbereich, in dem über die Qualität und Änderungen des Artikels diskutiert werden. So sind unter der Rubrik „Shakespeare“ Beiträge zu finden, wie z.B. „Ich vermisse in der Aufzählung ‚Heinrich der Fünfte’“ oder „Der Exkurs zu Shakespeares Geburtstag ist nicht enzyklopädisch! Sollte gelöscht werden.“ Sukzessive gelangt ein Artikel somit von einem Reifegrad zum nächsten, so dass am Ende meist eine fundierte, wissenschaftliche Darstellung eines Themas entsteht. In der Regel genügt aber gesunder Menschenverstand, um zu beurteilen, welcher Artikel etwas taugt und welcher nicht.

Mulilingual – über 50 Sprachen

Wikipedia Screenshot

Wikipedia gibt es in über 50 Sprachen. Somit bekommt man auch hier eine hilfreiche Unterstützung bei Referaten, z.B. für den Englisch- oder Französischunterricht. Darf´s etwas exotischer sein? Arabisch, Chinesisch, Afrikaans, Latein (!) und Kymrisch (was ist das?). Seit November 2001 gibt es Wikipedia selbst in Esperanto. Kleinen Vorgeschmack gefällig? „Bonvenon al la Vikipedio en Esperanto, rete konstruata enciklopedio. Hodiaŭ estas merkredo, la 25-a de aŭgusto, 2004 (laŭ UTC). La Esperanto-versio komenciĝis en novembro 2001, kaj ni nun kunlaboras pri 14419 artikoloj. Dankon al ĉiuj! Ni volas havi pli ol 100 000, do ni laboru!”

Wer glaubt, dass es für Deutschland nur ein Wikipedia gibt, der irrt sich gewaltig! Die jiddische, plattdeutsche und friesische Fraktion wartet mit eigenen Enzyklopädien auf. Und falls dies hier ein Kaschube lesen sollte… bitte einen kurzen Kommentar schreiben, was man sich unter "Kaschubisch" vorzustellen hat. Mir war die Existenz dieser sprachlichen Minderheit in Deutschland unbekannt.

Alles Wichtige zum Thema „Wikipedia“ gibt es bei Wikipedia selbst:

www.wikipedia.de

Für unsere Medienmami-Leser vielleicht interessant (da wir uns mit diesen Themen hier oft beschäftigen):

Medienkompetenz: http://de.wikipedia.org/wiki/Medienkompetenz
Medienpädagogik: http://de.wikipedia.org/wiki/Medienpädagogik

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