Bildersuchmaschinen – eine Gefahr?

Google Bildersuche Screenshot

Bildersuchfunktionen, wie sie z.B. bei Google oder bei Altavista zu finden sind, kann jeder bedienen, auch Kinder. Nun stellt sich die Frage, ob das eine Gefahr sein kann. Bei der Bildersuche ist es genauso wie bei jeder anderen Suche im Internet auch: man kann nach allem suchen was einem in den Sinn kommt. Diese Suchfunktion ist für viele ein Segen. Muss man doch nicht mehr ewig nach Bildern suchen nur um anschaulich zu zeigen wie etwas aussieht – man befragt einfach mal Google und co. Dabei wird man immer auf jugendgefährdende Inhalte stoßen können. Man muss eben nur lang genug suchen oder eben mehrdeutige Suchbegriffe verwenden. Dass, wie vom Sat1 Magazin Planetopia berichtet, allerdings unter dem Suchbegriff Brosis (deutsche Teenieband) Hardcore Porno Fotos zu finden waren, erstaunt doch etwas.

Aber wenn man bedenkt, dass Brosis als Abkürzung für BROthers-SISters stehen könnte (also Inzest), wird einem klar, warum diese Bilder dort auftauchten. Nun stellt sich die Frage, ob man hinter jedem Wort immer alle Bedeutungen erahnen kann, die sich dahinter verbergen. Selbst hinter einem einfachen Wort wie Nudel findet man bei Google Telefonsexgirl Tina, die sich für eine 0190-Nummer räkelt.

Hierzu muss man allerdings anmerken, dass bei allen Forderungen, die Suchmaschinenbetreiber sollten solche Bilder sperren, man sofort klar sagen muss, dass sie das tun. Bei allen großen Suchmaschinen können jugendgefährdende Bilder gemeldet werden und diese können auch aus dem Index der Suche ausgeblendet werden (so geschehen beim Begriff Brosis).

Allerdings kann man nicht alle möglichen Kombinationen oder Mehrdeutigkeiten berücksichtigen. Schon allein deshalb, weil neue Suchkombinationen neue Trefferlisten ergeben. Bei Google liefert zum Beispiel die Suchanfrage „Otto Rehagel“ teils andere Resultat wie „Rehagel Otto“. Auch auf dem Rechner lokal installierte Filtersoftware, die bestimmte Internetadressen ausblendet, kann nur einen Teil dieser Seiten sperren. Eine Lösung wäre Bilderfilterung (wie im Beitrag von Planetopia erwähnt), die aber auch nicht so schnell perfekt funktionieren wird. Also bleibt momentan nur die einzige Lösung die Kinder während dem Surfen im Internet beaufsichtigen.

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