ICRA-Label für sicheres Surfen

Logo der Internet Content Rating Association

Kinder surfen sorglos durch das Internet und stoßen dabei mitunter auf Seiten, die für sie ungeeignet sind. Eltern haben zudem oft nicht die Möglichkeit, das Surf-Verhalten ihrer Kinder ständig zu überwachen. So gelangen Kinder zu Seiten, die Gewalt, Drogen, Pornographie u.Ä. darstellen oder eine ungeeignete Sprachwahl haben. Die ICRA bietet einen Ansatz, das Surfen von Kindern automatisch sicherer zu machen.

Sie ist eine Organisation, die kostenlos Inhalts-Eiketten für Webseiten ausstellt. Das Etikett ist ein Stück Computer-Code, der auf die geprüfte Seite eingearbeitet wird und durch ein Filtersystem im Browser erkannt wird. Die Einstellungen des Browsers entscheiden dann darüber, ob die Seite angezeigt werden darf. Die Einstufung der Seiten wird von den Webmastern selbst vorgenommen und danach durch eine spezielle Software überprüft.
Unterschieden wird bei der ICRA nach 4 Kategorien:

  • Chat
  • der auf der Seite praktizierte Sprachgebrauch
  • Nacktdarstellungen und sexuelle Inhalte auf einer Site
  • Gewaltdarstellungen auf einer Site
  • Andere Themenbereiche wie Glücksspiele, Drogen und Alkohol

Neben den praktischen Gründen für die Nutzer, bietet das System auch viele Argumente für die Betreiber von Websiten. ICRA nennt darunter folgende Anreize:

  • kommerzielle Anbieter verhindern durch ihr Etikett, dass sie ungerechtfertigterweise herausgefiltert werden, weil sie noch kein Etikett besitzen
  • Betreiber von kindergerechten Seiten stellen durch das Etikett sicher, dass sie auch bei Suchmaschinen auftauchen, die nach diesen Etiketts kategorisieren
  • “Viele” der Anbieter “nur für Erwachsene” legen Wert darauf, dass sie bei Kindern keinen Anstoß erregen. Weiterhin soll durch ein solches Label die Fähigkeit der Selbstkontrolle des Internet gezeigt werden
  • eine Seite mit Etikett wirkt glaubwürdiger

Das Etikett, das ausgegeben wird, orientiert sich an den Vorgaben des W3C (Standardiesierungs-Konsortium des Internet). Das heißt, dass kein neuer, eigener Standard eingeführt wird, sondern ein frei verfügbarer Standard verwendet wird. Bleibt zu hoffen, dass der Ansatz der ICRA einen wirkungsvollen Beitrag zum Jugendschutz leisten kann.

Link: www.icra.org (Teile der Seite sind auf deutsch erhältlich)

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