“Safer Internet Programme” – Die EU ballt die Fäuste
Je mehr sich Eltern und Pädagogen mit dem Medium Internet beschäftigen, desto besorgter sind sie um ihre Kinder und Schützlinge, die oftmals ahnungs- und schutzlos durch die Weiten des Webs surfen. Doch auch ihnen selbst fehlt es oftmals an dem nötigen Hintergrundwissen wie man Gefahren erkennen, bekämpfen und vermeiden kann. Die EU nimmt sich diesem Problem schon seit 1998 an und im letzten Jahr wurde das “Safer Internet Programme” bis zum Jahr 2008 ausgedehnt und wird mit 45 Mio € gefördert.
Das nun für die Jahre 2005 bis 2008 ausgewiesene “Safer Internet plus Programme” verschreibt sich der Bekämpfung von illegalen und schädlichen Inhalten, diesmal auch in anderen Medien wie z.B. Videos, wendet sich ausdrücklich gegen Rassismus und dem sogenannten “Spam”.
Die vier Aktionen sind in diesem Zusammenhang:
- Bereitstellung eines europaweiten Hotline-Systems, um illegale Inhalte zu melden
- Ermutigung zur Selbstregulierung
- Entwicklung von Filter- und Inhaltsbewertungssystemen
- Ermutigung zu aufmerksameren und verantwortungsvollem Internet-Gebrauch
Ausgehend von einer Information einer der bereitgestellten Hotlines, konnte beispielsweise im Jahr 2003 einer der größten Kinderpornographie-Ringe gesprengt werden. Bei der Operation “Marcy” wurden 26.000 User in 166 Ländern in Augenschein genommen und zählt als bedeutendster Erfolg im Kampf gegen Kinderpornographie.
Eines der unterstützten Filtersysteme ist ICRA (Internet Content Rating Association) und wurde schon in einem weiteren Artikel näher besprochen.
Nähere Informationen und insbesondere die Hotline-Nummern findet man auf der Homepage des Projektes. Allerdings sind die Seiten auf Englisch.



12. Mai 2007 um 22:32
so ein shit^^