Erwachsene in Sachen WWW und Internet oft fitter als ihre Kinder

Jugendliche vor dem PC

In den Köpfen vieler Erwachsene gelten die Jugendlichen nach wie vor als die Freaks, die wissen, wo es in Sachen Internet langgeht. Sicherlich wurden vom Boom des World Wide Webs Mitte und Ende der Neunziger Jahre hauptsächlich die Jugendlichen am schnellsten erfasst, da sie mit der Technik der weltweit vernetzten Computer aufwuchsen und es viel Unbekanntes und Interessantes gab, das es zu entdecken galt.

Schlagworte wie “teach your teacher” waren in diesen Zeiten nicht als Lästereien über das EDV-Wissen von Lehrern gemeint, sondern drückten eben den Sachverhalt aus, dass die Kinder und Jugendlichen häufig im selbstverständlichen und alltäglichen Umgang mit Computer und Internet nicht nur ihren Eltern, sondern auch vielen Lehrern fachlich überlegen waren und hier die Lehrer von ihren Schülern lernen könnten.

Allerdings muss man den Sachverhalt doch etwas differenzierter betrachten denn wie einem Bericht in Spiegel Online zufolge eine Usability-Studie des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens Nielsen Norman Group gezeigt hat, scheinen Erwachsene in Sachen Web im Durchschnitt fitter zu sein als der eigene Nachwuchs: Insbesondere scheint die systematische Suche nach Informationen die Ausdauer und die Konzentrationsfähigkeit der Teenager zu überfordern.

Viele Webseiten sind auf Grund ihres Designs und der Benutzerführung nicht leicht zu bedienen, was dazu führt, dass Kinder und Jugendliche die Lust verlieren und ihre Recherche abbrechen. Ebenso strapazieren lange Ladezeiten auf Grund überfrachteter Webseiten die Geduld von Jugendlichen über – auch das ist oft noch im Zeitalter von Breitbandanschlüssen die Ursache dafür, dass der Ladevorgang vom jugendlichen Betrachter abgebrochen wird.

In dem englischsprachigen Bericht von USA TODAY über die selbe Studie wird als weiterer Punkt, der dazu führen kann, dass Jugendliche vom Besuch von Webseiten abgeschreckt werden, die Erwähnung der Wörter “Kinder” bzw. “Kids” genannt – sie schließen daraus, das Angebot sei eher an Jüngere gerichtet, zu denen sie nicht mehr gezählt werden wollen.

Weitere Informationen zu den Ergebnissen der Studie liefern der Bericht in Spiegel-Online, der unter folgender Adresse verfügbar ist: www.spiegel.de/netzwelt/netzkultur/0,1518,339668,00.html

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