Chatten – Wenn Kinder an Eltern vorbei reden

Protokoll aus einem Chat

Wir haben in der Medienmami bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die üblichen Chats für jüngere Kinder nicht unbedenklich sind (z. B. hier und hier), zumindest, wenn das Kind dabei ohne Beaufsichtigung chattet. Oft werden zu leichtfertig persönliche Daten genannt (z. B. die Handynummer) oder gar Treffen mit Unbekannten vereinbart.

STERN TV hat nun in seinen beiden letzten Sendungen dieses Thema aufgegriffen und ist mit einem “Lockvogel” (eine Mitarbeiterin, die sich in einem Lycos-Chat als 13-jähriges Mädchen ausgab) auch sehr schnell “fündig” geworden. Nun ja, übersehen wir jetzt mal die diesem Sendeformat von STERN TV geschuldete “Kamerajagd” auf den Chatpartner und die Berichterstattung, die den Eindruck erweckte, als würden alle Internet-Chats dieser Welt nur so von Unholden wimmeln.

Wie gesagt – die Kernaussagen und die Mahnungen zur Vorsicht sind ja durchaus korrekt.
Aber erschreckend war eigentlich das “massenhafte” Erstaunen der geladenen Eltern, die Kinder im Alter von 12-15 Jahren hatten und ganz offensichtlich von dem, was ein Chat ist oder wie er funktioniert ausgesprochen verschwommene Vorstellungen hatten.

Man hatte das Gefühl, dass sie ihre Kinder vor die Monitore setzten, wie man früher Kinder vor einen Tom-und-Jerry-Zeichentrickfilm gesetzt hat: Irgendwas Buntes, Lustiges spielt sich da auf der Mattscheibe ab und das Kind wird schon wissen, was es tut.

So macht man es sich natürlich ausgesprochen bequem. Was ein Chat ist, wie er funktioniert, was sich wann wie dort abspielt – über das alles kann man sich ausführlich informieren (z. B. durch die Broschüren, auf die wir hingewiesen haben). Ein Klick auf den Download-Link oder die entsprechende Webseite genügt. Man muss dazu nicht unwahrscheinlich viel von Technik oder Computern verstehen – die Informationen liegen leicht verständlich aufbereitet vor.

Vor allem aber muss man auch verstehen, was Kinder und Jugendliche am Chatten so reizt. Sie suchen ja keineswegs irgendwelche “dunklen”, “verbotenen” Ecken auf, die mit kryptischen Passwörtern abgesichert sind, wie das so gerne Billig-Krimis, die auf Effekthascherei ausgerichtet sind, weis machen wollen. Viele der ganz großen Chats, die von Jugendlichen aufgesucht werden, gehören bekannten Radiosendern wie z. B. “Antennte Bayern”, “Radio 7″ usw.

Das Grundbedürfnis der dort anwesenden Jugendlichen ist die Kommunikation, das “Schwatzen”, das Bedürfnis, dass jemand einem zuhört. Attraktiv ist für die jugendlichen Besucher, dass es meist Gleichaltrige sind, die ebenfalls gerade von der Schule nach Hause kommen, ebenfalls Ärger mit einem Lehrer hatten, ebenfalls stöhnen, dass morgen die große Mathe-Klausur vor der Tür steht.

Neben diesem Motiven gibt es, auch das ist richtig, sicher oft ebenso den Wunsch, jemanden im “Real Life” kennen zu lernen, z. B. den “süßen Tommy”, der 16 ist und so “super-süße” SMS auf’s Handy schickt. In vielen Fällen gibt es diesen Tommy wirklich, er ist wirklich 16, er hat wirklich ganz wuschelige Haare, er ist wirklich schüchtern und er wohnt wirklich beim Supermarkt um die Ecke. Aber Eltern müssen davon erfahren, dass es da einen wuscheligen Tommy gibt – und das geht nicht anders, als dass man sich aktiv um das kümmert, was das Kind am Computer macht, miteinander spricht, aufklärt, schildert, wie Chats ablaufen usw. Dieser Verantwortung können und sollten sich Eltern nicht entziehen.

  1. jmk schrieb:

    Ich habe einen von einer Uni moderierten Kinderchat gefunden (www.seitenstark.de). Das Team ist vorgestellt und es ist halt moderiert langsamer und nicht an allen Tagen aktiv.
    Ein wichtiger Aspekt ist meiner Meinung nach auch noch die Sperrung erotischer Seiten und auch der Telefondienste, die Kosten verursachen. Leider kann man dann auch nicht mehr das Wetter abonnieren, aber zum Schutz meiner Kinder nehme ich das gerne in Kauf. jmk

  2. Sven schrieb:

    Da ist das Chatten nicht anders wie alle anderen Medien: Medienkompetenz erlangen die Kinder nicht durch Abschotten oder einfach gewähren lassen, sondern durch Begleitung und Hilfestellung und das Vertrauen des Kindes darin, im Zweifel fragen zu dürfen, was es in diesem oder jenem Falle tun kann/darf und was (zu) riskant ist.

    Dummerweise muss man sich, um das tun zu können, aber auch selbst mit dem Medium auskennen, heißt, ich kann meinem Kind keine Kompetenz vermitteln, die ich selber nicht habe. Und hier liegt meist das eigentliche Problem in den Fällen, in denen Dinge “schiefgehen”.

  3. naina schrieb:

    hi

  4. ramona schrieb:

    ichg würde chatten aber ich komme nicht rei

  5. charly schrieb:

    ich schette gern auch ib icq

  6. charly schrieb:

    wie heist du den

  7. swetgirl schrieb:

    ya dat find ich gut weiter so

  8. ina schrieb:

    hihu wie geht es euch bis balt

  9. aline schrieb:

    alles dumm

  10. aline schrieb:

    also ich bin 12 und du?

  11. aline schrieb:

    hallo schreibt mir niemand zurück

  12. aline schrieb:

    das ist alles ein scheiss

  13. Sara schrieb:

    also aline, das finde ich wirklich auch!!!

  14. Linda schrieb:

    ich geb euch allen 2en recht

  15. Lissy schrieb:

    hi ich kann sicht sagen komm hier nicht rein ach ich bin keine schreiberin

  16. Lissy schrieb:

    is hier noch jemand drin der soll sich bitte melden

  17. Lissy schrieb:

    hat jemand heute Abend Zeit???

  18. Lissy schrieb:

    nene war nur ne nh scherz

  19. kristina schrieb:

    zrtzr

  20. nicole schrieb:

    hi wie gehts euch allen mir geht es gut

  21. Angelique schrieb:

    hi wollt ihr mit mir chatten

  22. hexe schrieb:

    mir schreibt keiner

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