Harry Potter 6 – Die Rückkehr zum Kinderbuch

Harry Potter und der Halbblutprinz

Joanna Rowling hat nun vor knapp 2 Wochen Band 6 der Harry-Potter-Reihe veröffentlicht: “Harry Potter and the Half-Blood Prince” (am 1. Oktober wird das Buch in deutscher Sprache unter dem Titel “Der Halbblutprinz” erscheinen). Ohne es vielleicht selbst zu wissen, dokumentiert die Autorin darin die Veränderungen, die in ihr in den letzten Jahren vor sich gingen:
Zunächst war der Erfolg der Harry-Potter-Reihe ein Erfolg mit “kinderbuchtypischen” Zutaten: Eltern verloren, als ungeliebter Waise bei Verwandten untergebracht, Internatserlebnisse, Schulsorgen, Freundschaften usw. Dazu kam ein glänzender britischer Humor, der auch Erwachsenen gefällt, und intelligente krimiartige Rätsel (und natürlich die Marketing-Strategien der Verlage und Filmgesellschaft).
Diese Rezeptur erreichte ihren Höhepunkt in Band 4, der trotz seiner vielen Seiten unermüdlich von neuen Ideen sprudelt und außergewöhnliche Einfälle herbei zaubert.

Gleichzeitig mit der gigantischen Popularität wurden (seit Band 3) allerdings Stimmen lauter, die Rowlings Bücher zu “weich” fanden, zu “fern des Alltags”, zu “einheitlich”. Daher musste bereits in Band vier jemand sterben (dort war es noch eine Randfigur). Und Rowling selbst hatte sich bereits bei Beginn der Reihe ein Ziel gesetzt, von dem sie nicht wusste, wie schwer es zu verwirklichen ist: Sie wollte ihre Hauptfiguren “wachsen” lassen, älter werden lassen.
Nun beruhen die Erfolge vieler Kinderbuchserien aber gerade auf “Wiederholung”. Ähnlich wie ein kleines Kind immer und immer wieder die gleiche Geschichte hören möchte, möglichste ohne jedwede Änderung, will auch der ältere Leser das “Wohlgefühl” wieder erleben, das er bei den Bänden zuvor gehabt hatte.
Nun versuchte Rowling in Band 5 ihren Harry in die Pubertät zu bringen, was ihr aber nicht wirklich gelang. Ständig fühlte sich die Hauptfigur beleidigt, zurückgesetzt, schrie, weinte, schrie, war wütend, schrie usw. Darunter litt das ganze Buch.
Doch, und das ist nun wirklich interessant, die Autorin scheint ihren Fehler selbst bemerkt zu haben. Band 6 ist erlöst von den krampfhaften Versuchen, das Älterwerden nur an Emotionen fest zu machen. Endlich hält der Humor wieder Einzug, wenn z. B. der kleine bärtige Gnom aus dem Garten der Weasleys ein Tutu angezogen bekommt und er als Christbaumschmuck herhalten muss. Oder wenn Ron es nicht übers Herz bringt, sich von seiner Freundin zu trennen, sich im Krankensaal immer schlafend stellt und jenes Mädchen damit in die Verzweiflung treibt. Auch der neue Lehrer für Zaubertränke verkörpert – wie ehedem Gilderoy Lockhart mit seinem “Lächeln des Monats” – einen Typus, dem man im Alltag begegnet: Jener, der sich als “Königsmacher” versteht und sich ständig mit “bedeutenden” Leuten umgibt.
Die letzten Kapitel werfen ein wirkliches Rätsel auf (ob der ungeliebte Snape nun tatsächlich zur bösen Seite gehört) und lassen viel Raum für Spekulationen.
Auch wenn der “Halbblutprinz” nicht völlig an den Meisterband Nr. 4 heran kommt, so hat er doch ein großes, großes Stück gegebenüber dem Vorgänger wieder wett gemacht und bestimmt viele Fans mit Rowling wieder versöhnt.
Es bleibt abzuwarten, ob der Autorin im abschließenden Band 7 der große Wurf gelingt, die Leser weiterhin dicht bei Harry und seinen Freunden zu halten, obwohl jener in diesem letzten Jahr wohl nicht mehr Hogwarts besuchen wird. Aber er und seine Erzeugerin werden über den Dunklen Lord triumphieren! Das ist gewiss …

  1. Katrin schrieb:

    Ich hab den 6.Band gelesen udn bin eigentlich ganz zufrieden. Wobei Ron sich auf einmal zu chenll vom Kind in Mann verwandelt hat. Auch das Ende war total schockierend. Erst Sirius im letzten Band und jetzt das…
    Aber im großen und ganzen war Harry Potter and the Half-Blood-Prince wirklich klasse (udn zu kurz xD)

  2. Michi schrieb:

    Also wirklich..
    Wenn man schon einen Artikelschreibt,dann sollte man sich wenigstens informieren…
    Die Autorin heißt nicht etwa Joanna Rowling,sonderen Joanne Kathleen Rowling.
    Und..
    Woher weißt du denn das er siegen wird? na?
    Also, ich finde Harry verbraucht für Old Voldies Tod seine letzten Magiereserven und Voldie sitrbt,aber Harry auch.
    Also, informier dich lieber ein bisschen!!!

  3. Herbert schrieb:

    a) Nein, Frau Rowling hatte nie den Namen “Kathleen” – dieser wurde erst “erfunden” auf Bitten der Verlage. Ich zitiere hier mal aus der Wikipedia:

    “Außerdem riet man ihr, auf dem Buchtitel nur die Initialen ihres Namens zu verwenden, da Marktstudien ergeben hätten, dass Jungen ungern Bücher lesen würden, die von Frauen geschrieben sind. Da Joanne Rowling keinen zweiten Vornamen hat, nannte sie sich J. K. Rowling nach ihrer Großmutter Kathleen. Bei vielen Übersetzungen wurde die Schreibweise “J. K. Rowling” auf den Buchtiteln beibehalten, im deutschen Sprachraum wurde sie als “Joanne K. Rowling” bekannt.”

    b) Woher ich weiß, dass Harry in Band 7 gewinnen wird? Nun, wirklich wissen, kann das niemand – aber ein “Happy End” ist für eine Kinderbuchreihe sehr wahrscheinlich …

  4. Nady schrieb:

    oh mein gott, herbert.

    das ist ja armselig, oder? ich meine … allein dein ständiger anstupser auf das “kinderbuch” und selbst aber von nichts in dem ganzen eine ahnung … traurig. echt traurig.

  5. Herbert schrieb:

    Tja, Nady, was soll mir dieser Satz jetzt sagen? Wenn Du sagst, was genau Dir nicht gefällt, könnte ich sogar darauf eingehen … ;-)

  6. Herbert der gute clone schrieb:

    Also ich wolt sagen das du Herbert das nich unbedingt als “Kinderbuch hinstellen solst. Es lesen sehr viele erachsene den Teil
    2. Wurde neulich bekannt gegeben das im 7. Teil die HAUPT PERSON sterben wird !! haben Presse Sprecher gemeint !!
    Also wer weiß ob Harry es überleben wird oder nicht !
    Ich tippe voll und ganz auf michis Theorie !!!!

    MFG Dumbledor !!!
    icq 306-207-443

  7. yasmin schrieb:

    also das buch ist voll der hammer ich hab mir bestimmt 5 mal durchgelesen !vor allem bekommt draco eine größere rolle und wird für harry immer gefährlicher aber das snape so ein arsch ist na egal ist trotzdem ein super buch ;)

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