Als Detektiv der Natur auf der Spur
Auf der Homepage des Bundesamtes für Naturschutz „Naturdetektive“, gibt es in jedem Jahr 12 Themen, die nicht nur Jugendliche zum Mitmachen und Entdecken animieren. In diesem Jahr gilt es unter anderem den Spinnen, Obstbäumen, Wespen und Frühblühern auf die Spur zu kommen.
Jeder ist Reporter und recherchiert in der freien Natur nach interessanten Berichten. Viele Fotos unterstützen den Lerneffekt und die Lust, selbst etwas beizutragen. Der Erfahrungs- und Informationsaustausch zwischen Teilnehmern ist durch ein Forum und ein Themenbezogenes Wiki gegeben.
Die Naturdetektive können auch als ganze Schulklasse zusammen arbeiten und ihre Erlebnisse in der Natur mit anderen Schulen bundesweit teilen. Dabei werden Klassenraum, Natur/Naturbeobachtung und Neue Medien verbunden.
Die Teilnehmer nutzen das Internet für die Unterrichtsgestaltung nicht nur als Informationsmedium, sondern entwickeln als Forscher und Redakteure selbst mit. So können die Jugendlichen neben Wissen zu Umweltthemen (Erdkunde, Biologie…) auch Medienkompetenz erwerben.
Naturdetektive ist ein Projekt des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Bundesamtes für Naturschutz (BfN), das durch Erfahrungsaustausch, Kommunikation und Interaktion mit Hilfe des Internets einen Weg bieten soll, die Vielfalt unserer Natur begreifbarer zu machen.
Am 8.10.2003 wurde das Jugendprojekt auf der Frankfurter Buchmesse als “Beste Seite zum Lernen im Netz” in der Kategorie “Kinder 10 – 14 Jahren” mit dem Software-Preis GIGA-MAUS 2003 ausgezeichnet.
Lernen im Netz ist hier zum Beispiel durch den Bereich „E-Learning“ gegeben, in dem viele Selbstlernmöglichkeiten aufgeführt sind. Dabei steht das spielerische Lernen und der Spaß beim auffrischen der eigenen Kenntnisse im Vordergrund. Beim Ratespiel „3aus9“ werden 9 Bilder aus einer Datenbank zufällig ausgewählt. 3 Bilder gehören zu dem ausgewählten Thema und sind damit richtig, diese gilt es zu erraten. Nach der Auswertung werden alle Namen der Pflanzen und Tiere angezeigt, damit man sich diese für das nächste Mal einprägen kann. Außerdem gibt es ein Botanik-Quiz, bei dem man sein Wissen testen kann.
Zum Entspannen zwischendurch lädt das kleine Feldhamster-Jump&Run-Spiel ein. Der Feldhamster ist das Maskottchen des Bundesamtes für Naturschutz und sammelt in diesem witzigen Spiel, das speziell für das Amt entwickelt wurde, seine Nahrung. Aber Vorsicht vor den Fressfeinden!
Wer lieber bei etwas aktiv mit macht, kann an einem der Wettbewerbe teilnehmen, bei denen es auch immer einen Preis zu Gewinnen gibt. Dieser ist meist ein Naturführer oder etwas Ähnliches. Neben den wöchentlichen Rate-Wettbewerben, die immer montags beginnen, gibt es auch ein größeres Projekt in jedem Jahr. “Nachwuchsforscher suchen Nachwuchs-Rohstoffe” heißt es 2005. Dabei werden von den Teilnehmern Landwirte aus ihrer Nachbarschaft befragt, was für nachwachsende Rohstoffe von ihnen angebaut werden. Dieser Wettbewerb startete am 4. Juli und geht noch bis zum 31. September.
Für jugendliche Computerfachmänner und –frauen gibt es auch einen Wettbewerb. Und zwar wird ein „Natur-Programmierer“ gesucht. Es sollen Anwendungen entwickelt werden, die als frei verfügbar und änderbar sind, und damit auch für eigene Vorstellungen erweitert und geändert werden können. Diese Module werden dann später auch mit anderen Ländern ausgetauscht um Wissen zu erwerben und auszutauschen.
Eine ähnliche Anwendungen wie das Botanik-Quiz ist das The Great Canadian Amphibian and Reptile Quiz aus dem kanadischen NatureWatch-Programm. Diese beiden stellen aber nur Beispiele unterschiedlicher Komplexität für mögliche Natur-Programmierer Module dar. Die Module können jede Form der Darstellung annehmen – das ist die kreative Herausforderung! Einsendeschluss für den Wettbewerb ist der 15. Oktober 2005, dann wird eine Jury die Einsendungen bewerten. Natürlich gibt es auch hier einen Preis zu ergattern. Also, ab an den Rechner und Lernen!




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