20Q – Der Gedankenleser im Taschenformat

20Q

Das Unterhaltungsgerät tritt gegen seinen menschlichen Gegner an und versucht mit 20 gezielten Fragen dessen Gedanken zu ermitteln. So erklärt sich auch der Name für das “intelligente Ei”. Dieser leitet sich vom englischen “Twenty Questions” ab und entspricht dem Ziel des Spiels. Es wird dabei versucht einen Gedanken mit maximal 20 Fragen zu erkennen.

Bei den Begriffen die erfragt werden sollen, muss es sich um allgemein bekannte Objekte handeln. Dazu zählen Gegenstände, Tiere und Pflanzen. Die Interaktion erfolgt über entsprechende Knöpfe am Gerät. Auf Fragen kann der Spieler so mit „Ja“, „Nein“, „Manchmal“ und „Unbekannt/Irrelevant“ antworten. Das Spielvergnügen mit dem 20Q kann alleine oder in größerer Runde erlebt werden. Er ist ein schlauer Begleiter auf Reisen, in der Schule und der Hit bei Partys.

Alle Eingaben werden dem Spieler akustisch bestätigt, wobei sich der Ton für den stillen Spielspaß auch ausschalten lässt. Darüber hinaus erlaubt die beleuchtete Anzeige den nächtlichen Einsatz des Wunderwerks. Wurde ein Begriff trotz genauer Beantwortung der 20 Fragen nicht korrekt erraten, stellt der Gedankenleser dem Spieler 5 weitere. Trifft seine Vermutung auch dann noch nicht zu, so gibt sich das Gerät geschlagen und der Spieler gewinnt.

Die Spieldauer einer Fragerunde beträgt in etwa 5 Minuten. Seit August 2005 wird das Gerät in Deutschland von der Joker AG [1] vertrieben. Dabei ist eine Eignung ab 8 Jahren angegeben. Das Spiel hat aber auch für Erwachsene seinen Reiz.

20Q - Verpackt

Seine Intelligenz bezieht das Spiel aus einer Datenbank die 1.115 Objekte enthält. Mit Hilfe von 164 Fragen versucht das Gerät im Ausschlussverfahren den gesuchten Begriff zu ermitteln. Die Trefferquote hängt dabei stark von der Genauigkeit der Antworten ab.

Je präziser die Angaben eines Spielers sind, desto besser fällt das Ergebnis des 20Q aus. Mit jeder beantworteten Frage lernt das System dazu und wird intelligenter. Somit erhöht sich der Schwierigkeitsgrad, die Maschine noch mit einem unbekannten Objekt schlagen zu können.

Das Spiel entstand aus einer Internetseite, die 1988 von Robin Burgener ins Leben gerufen wurde. Als Basistechnologie setzt der 20Q auf ein neuronales Netz aus über 10 Mio. synaptischen Verbindungen. Bis heute wurde das Spiel auf der englischsprachigen Internetseite [2] etwas 20 Millionen mal gespielt. Somit ergibt sich ein Durchschnitt von ca. 50.000 mal in den letzten Monaten.

Der Erfolg des 20Q in den USA und England wurde von zahlreichen Auszeichnungen im Spielwarenbereich begleitet. Dazu zählt z.B. der Titel von Hamley’s: “Bright Young Things Toy 2005” (für das beste Lehr- und Entwicklungsspiel in England).

Die deutschsprachige Version [3] des 20Q wurde ebenfalls über das Internet entwickelt und bisher ca. 300.000 mal gespielt. Das dort gesammelte “Wissen” dient als Basis für den Erfolg des Gerätes.

Titel 20Q
Autor unbekannt
Verlag Joker AG
Alter ab 8 Jahren
Anzahl Spieler 1
Preis ca. 20 €

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