Computer im Kindergarten? – Eine Diskussion

Welches Kind träumt nicht schon im Kindergartenalter von einem Computer, wie ihn die Geschwister auch haben? Welche Eltern versuchen nicht, ihren Kleinkindern diese Visionen auszureden?

Die meisten deutschen Haushalte in Deutschland verfügen über einen Computer und nutzen diesen regelmäßig. Nicht nur die Erwachsenen arbeiten am Computer, auch die Kinder werden immer jünger, die am Computer sitzen und Spiele spielen. Diese Kinder wachsen förmlich mit dem Computer auf, für sie ist ein Computer nichts Besonderes mehr.

Eltern haben durch diese Entwicklung zunehmens die Befürchtung, ihre Kinder würden soziale Kontakte verlieren und vereinsamen, wenn sie zu viel Zeit am Computer verbringen würden. Die Frage, ob ein Computer schon im Kindergarten stehen solle, verneinen daher die überwiegende Anzahl der Eltern. Außerdem haben viele Eltern Angst, ihre Kinder könnten auf diese Weise Computerspiele spielen, die evtl. nicht altersgerecht sein könnten oder ihr Realitätsbewußtsein verlieren.

Auf der anderen Seite diskutieren Pädagogen, dass ein kontrollierter Umgang mit dem Computer (z.B. im Kindergarten) die Kinder sensibel gegenüber Gefahren machen kann und durch den gezielten Einsatz von Lernspielen die Kinder gefördert werden können. Dazu sollen die Spiele möglichst multimedial aufbereitet sein, um den Kindern Spaß zu machen. Sinn könnten auch Lernspiele machen, die von mehreren Kindern zusammen gespielt werden können. Auf diese Weise wird sogar die Teamfähigkeit von Kindern gefördert.

Ziel ist es, den Computer als Bildungsmittel, neben anderen elementaren Medien im Kindergarten kompetent zu nutzen– schließlich müssen alle lernen, mit der Medienvielfalt zurecht zu kommen. Computer gehören zur heutigen Lebenswelt, deshalb sollte er auch im Kindergarten sinnvoll und unter Aufsicht von Pädagogen genutzt werden.

  1. Uli schrieb:

    Ich bin der Meinung, dass Computer erst ab der 6. Klasse effektiv von Kindern benutzt werden dürfen, da der Kindergarten ein Ort des Spielens und spielerischen Lernens ist. Im Kindergarten wird dem Kind eine Welt angeboten, die es nur im Kindergarten und danach nie wieder betreten kann. Mit anderen Kindern zu spielen und dabei zu streiten, zu weinen, zu lachen oder Freundschaften zu schließen kann ein Computer keinem Kind bringen.
    Auch ist der Kindergarten ein Ort, an dem jedes Kleinkind seine Fantasie zum letzten mal vollends ausschöpfen kann und sich zum Beispiel aus unförmigen Bauklötzern ein Schiff oder eine Burg oder, oder… bauen kann und es dann als einzigartig betrachten kann, weil es selbst konstruiert wurde und weil vielleicht kein Erwachsener der Welt in diesem Gebilde ein Schiff oder eine Burg erkennen wird. Das Fühlen und Riechen sowie Gefühle im Spiel mit Freunden zu entwickeln kann, meiner Meinung nach, kein Computer einem Kind vermitteln. Es mag sein, dass es für die Kinder irgendwann nötig sein wird mit einem Computer umgehen zu können, doch dafür bleibt noch viel Zeit im späteren Leben, wenn es zum Beispiel darum geht, sich richtig zu bilden, wie man es in der Schule tut. Die “Grundregeln” die das soziale Verhalten des Kindes im späteren Leben beeinflussen kann es nur im direkten Umgang mit anderen Kindern lernen.
    Zur schulischen Bildung ist der Computer jedoch ein ausgezeichnetes Lerninstrument und muss unbedingt voll ausgenutzt werden. Wann das Kind in Kontakt mit einem solchen elektronischen Gerät kommen soll, müssen die Eltern des Kindes beschließen und ihrem Sprössling dann den Zugang zum Computer Zuhause gewährleisten oder dem Kind einen eigenen Pc schenken.

  2. Elisabeth schrieb:

    Ich bin selbst Kindergartenpädagogin und bin für den Einsatz des Computers im Kindergarten. Die Kinder sind vom gemeinsamen Spielen am Computer begeistert. Oft saßen sie zu zweit und zu dritt beisammen und halfen sich gegenseitig mit ihrem Wissen und Können. Der Computer wurde bei uns im Kindergarten ein Ort des gemeinsamen Spieles, an dem oft diskutiert wird, wie ein Computerspiel am besten gemeistert werden könnte. Lachen, Spannung und Streit gehören hier dazu wie bei allen anderen sozialen Kontakten.
    Beim Einsatz des Computers im Kindergarten ist mir besonders wichtig, den Kindern zu vermitteln, dass es sich um ein “Gerät” handelt und nicht um ein “Heiligtum”, das nur vom Papa :-) genützt werden darf. Es geht mir darum zu zeigen, dass ein Computer Arbeiten erleichtern kann aber auch Spannung und Freude beim Spielen soll nicht zu kurz kommen. Wichtig beim Einsatz des Computers im Kindergarten ist es, mit den Kindern Regeln festzulegen und sich daran zu halten.
    Was den Kindern besonders gefallen hat: Malen im Paint, Fotos ins Paint laden und dann bearbeiten (z.b. Faschingskostüm anziehen…), gemalte Bilder einscannen – kopieren – ausdrucken und ein Memory herstellen, ein e-mail an die Eltern schicken (und gespannt auf die Antwort warten), im Wordart den eigenen Namen gestalten und ausdrucken…
    Vielleicht werden hier ja auch Eltern ermutigt, Neues mit ihren Kindern auszuprobieren.

  3. marco s schrieb:

    ich habe mir den artikel nicht durchgelesen…. aber möchte trotzdem ein kurzes statement zu der überschrift geben.
    ich weiß, dass es eine negative entwicklung in der eltern kind beziehung gibt. eltern beschäftigen sich immer weniger mit ihren kindern, obwohl gerade in der kleinkind-phase eine intellektuelle entwicklungsförderung durch die eltern enorm wichtig ist.
    die zuwendung durch die eltern spielt eine grosse rolle!!! es ist ja schön und gut, wenn computer kindern bei lernschwierigkeiten helfen, aber ich sehe nur einen nutzen, wenn kinder begreifen, was sie da für ein gerät verwenden und wofür dieses gerät genutzt wird. kinder sind erst ab dem 11 lj in der lage, zusammenhänge richtig zu begreifen und deuten zu können (positiv wie auch negativ). es ist ja schön, wenn eltern durch einen computer mehr zeit mit ihren kindern verbringen. aber wenn der computer selbst der grund ist für dieses handeln der eltern, dann ist das traurig.
    weiterhin möchte ich darauf hinweisen, dass ein computer durchaus auch “missbraucht” werden kann wie das fernsehen…. das fernsehen hat schon lange die elterliche erziehung übernommen… traurig aber wahr…
    ich möchte mit meinem text nur provozieren, dass eltern und lehrkräfte über sich selbst, sowie über das eigentliche ziel einer richtigen erziehung nachdenken…. und das ist in erster linie “dem kind liebe geben und liebe empfangen”… ohne diesen einfachen wichtigsten grundsatz wird es wohl nie eine “gelungene” erziehung geben.

    lieben gruss, marco

  4. marco s schrieb:

    anlage:

    habe eben kurz die anzeigen durchblättert… vor allem von elisabeth

    Ich bin selbst Kindergartenpädagogin und bin für den Einsatz des Computers im Kindergarten. Die Kinder sind vom gemeinsamen Spielen am Computer begeistert. Oft saßen sie zu zweit und zu dritt beisammen und halfen sich gegenseitig mit ihrem Wissen und Können. Der Computer wurde bei uns im Kindergarten ein Ort des gemeinsamen Spieles, an dem oft diskutiert wird, wie ein Computerspiel am besten gemeistert werden könnte. Lachen, Spannung und Streit gehören hier dazu wie bei allen anderen sozialen Kontakten.

    es ist schön, wenn ausgebildetes personal zu “alternativen” greift um sich die arbeit zu erleichtern. ich persönlich finde es traurig, dass kinder nur durch einen pc lernen, zu lachen, kreativ zu sein usw.
    ich hoffe nicht, dass du das handeln der kinder unter “gemeinschaftsgefühl” einordnest…
    ich sehe solche kinder jeden tag auf arbeit, “verdummt” durch fernsehen und elterliche vernachlässigung. wenn man die kinder dann fragt, was sie gerne machen… was ist das??? computer, gameboy, fernsehen, ….. ja so muss das sein

  5. Angela schrieb:

    Ich bin Medienpädagogin und habe alle Statements oben gelesen. Bis auf den letzten Beitrag von Marco S, den ich ziemlich unfair gegenüber Elisabeth finde, gebe ich allen Beteiligten Recht. Es gibt Gründe gegen den PC im Kindergarten, aber eben auch gute Gründe für den Computer im Kindergarten.
    Was mich am meisten verärgert, sind kategorische Nein- bzw. Ja-Sager. Natürlich gibt es Probleme und Gefahren durch den Computer, und auf diese muss man auch hinweisen.

    Heute wird allzu leicht vergessen, dass Kinder schon viel früher mit Medien in Berührung kommen, so zählt das alt bewährte Bilderbuch genauso zu Medien – Printmedien – wie der Kassettenrecorder, und da gibt es keine Zweifel mehr, dass diese für Kinder gut sind. Mit Mama oder Papa oder Oma oder Opa ein Bilderbuch ansehen ist offensichtlich etwas anderes als mit ihnen am Computer ein sog. “Living Book” anzusehen. Hier müssen die Kinder ebenso Bilder entdecken, nur dass in diesen Bilder dann etwas auf Mausklick passiert. Ist es tatsächlich so schlimm, wenn Kinder beide Welten entdecken, in die sie ja sowieso hineinwachsen?
    Beim Kennen lernen von Computer geht es bitte nicht darum, dass das Kind nun stundenlang und monoton vor dem Bildschirm sitzt, und Computerspiele spielt. Diese Darstellung von Computer-Gegnern macht mich wütend. Kinder sollen IHRE Welt kennen lernen, dazu gehören im Kiga die Bau-Ecke, die Lese-Ecke, die Spiel-Ecke, genauso wie das Spielen draußen im Freien, und wenn ein Kindergarten den Nutzen richtig von Computern erkennt, auch ein Medien-Eck. Leider habe ich festgestellt, dass viele Kigas noch sehr negativ eingestellt sind, was den Computer angeht. Dabei gibt es einige schöne Möglichkeiten, über Inhalte den Kindern den PC nahe zu bringen.
    Zudem sind viele Kindergartenpädagogen selbst mit dem Computer noch nicht allzu vertraut, als dass sie den PC im Kindergarten einsetzen könnten. Hier liegt z.B. mein Anliegen sie zu unterstützen, damit sie befähigt werden, den richtigen Umgang mit dem Computer den Kindern zu zeigen.
    Und last but not least, Eltern müssen sich tatsächlich wieder auf ihre Aufgabe der Erziehung besinnen. Ich habe einige Erfahrungen gemacht, wo Eltern ihre Kinder für 9 Stunden in den Kindergarten schicken, damit sie sich nicht selbst mit ihnen auseinander setzen müssen. Und zudem der FERNSEHER

  6. Angela schrieb:

    Ich bin Medienpädagogin und habe alle Statements oben gelesen. Bis auf den letzten Beitrag von Marco S, den ich ziemlich unfair gegenüber Elisabeth finde, gebe ich allen Beteiligten Recht. Es gibt Gründe gegen den PC im Kindergarten, aber eben auch gute Gründe für den Computer im Kindergarten.
    Was mich am meisten verärgert, sind kategorische Nein- bzw. Ja-Sager. Natürlich gibt es Probleme und Gefahren durch den Computer, und auf diese muss man auch hinweisen.

    Heute wird allzu leicht vergessen, dass Kinder schon viel früher mit Medien in Berührung kommen, so zählt das alt bewährte Bilderbuch genauso zu Medien – Printmedien – wie der Kassettenrecorder, und da gibt es keine Zweifel mehr, dass diese für Kinder gut sind. Mit Mama oder Papa oder Oma oder Opa ein Bilderbuch ansehen ist offensichtlich etwas anderes als mit ihnen am Computer ein sog. “Living Book” anzusehen. Hier müssen die Kinder ebenso Bilder entdecken, nur dass in diesen Bilder dann etwas auf Mausklick passiert. Ist es tatsächlich so schlimm, wenn Kinder beide Welten entdecken, in die sie ja sowieso hineinwachsen?
    Beim Kennen lernen von Computer geht es bitte nicht darum, dass das Kind nun stundenlang und monoton vor dem Bildschirm sitzt, und Computerspiele spielt. Diese Darstellung von Computer-Gegnern macht mich wütend. Kinder sollen IHRE Welt kennen lernen, dazu gehören im Kiga die Bau-Ecke, die Lese-Ecke, die Spiel-Ecke, genauso wie das Spielen draußen im Freien, und wenn ein Kindergarten den Nutzen richtig von Computern erkennt, auch ein Medien-Eck. Leider habe ich festgestellt, dass viele Kigas noch sehr negativ eingestellt sind, was den Computer angeht. Dabei gibt es einige schöne Möglichkeiten, über Inhalte den Kindern den PC nahe zu bringen.
    Zudem sind viele Kindergartenpädagogen selbst mit dem Computer noch nicht allzu vertraut, als dass sie den PC im Kindergarten einsetzen könnten. Hier liegt z.B. mein Anliegen sie zu unterstützen, damit sie befähigt werden, den richtigen Umgang mit dem Computer den Kindern zu zeigen.
    Und last but not least, Eltern müssen sich tatsächlich wieder auf ihre Aufgabe der Erziehung besinnen. Ich habe einige Erfahrungen gemacht, wo Eltern ihre Kinder für 9 Stunden in den Kindergarten schicken, damit sie sich nicht selbst mit ihnen auseinander setzen müssen. Wer bringt diesen Kindern etwas bei, wenn nicht der Kindergarten? Und zudem der FERNSEHER ist KEIN Babysitter!!! Ich hoffe sehr, dass Eltern wieder bewusst Eltern werden, und sich ihrer Aufgabe als Vorbild im Klaren sind.
    Zeigen wir unseren Kindern alle Facetten ihrer Welt, und zeigen ihnen Gefahren aber auch Möglichkeiten auf, geben wir ihnen das Beste mit auf den Weg. Wir machen sie zu kritischen Menschen.

  7. Hamid schrieb:

    PC´s sollten nicht im kindergarten eigesetzt werden, weil man durch bildschirme nicht Lesen lernen kann. Ich finde es besser, dass Kindergärten Pc-freie Zone bleiben. Esgibt nicht den geringsten Nachweis, dass die frühe Computernutzung sich positiv auswirkt. Natürlich ist der PC ein sinnvolles Arbeitsgerät, aber er gehört nicht in den Kindergarten. Kindergarten ist ein Ort des Spielens und spielerichen Lernens, und mit Computer kann man nciht spielen lernen.

  8. Martin C. schrieb:

    Was soll der PC im Kindergarten besser machen?
    Mir scheint, dass das Thema PC im Kindergarten auch stark von der IT- und Medien-Branche getrieben wird. Es gibt auch andere Möglichkeiten Kinder zu gemeinschaftlichem Handeln und experimentieren zu bewegen. Ein großer Nachteil bei PC-Systemen ist, dass nur max. 3 Personen einen guten Blick auf den Bildschirm haben, bei gemeinschaftlichen Spielen oder Bastellaktionen können mehrere Kinder viel besser miteinander agieren.
    Außerdem ist zu bedenken, dass andere Angebote (Spiele, Basteln, Turnen) wegfallen, wenn sich Erzieherinnen mehr um Computer-Technologien im Kindergarten kümmern. Wollen wir das wirklich?
    Das verrückte ist außerdem, dass selbst die IT-Branche bei Ihren Mitarbeitern eigentlich keine Computerfraks haben will, sondern eher kreative Menschen mit Forschergeist, die immer wieder neue Herausforderungen bewältigen und teamfähig sind.
    Aber genau das kann mit anderen Methoden besser vermitelt werden als mit dem frühen Spiel am PC.

  9. Martin C. schrieb:

    P.S. Ich bin kein genereller PC-Gegner. Mein 5-jähriger Sohn darf gerne mit mir an den privaten Computer. Dann spielen wir altersgerechte Spiele. Vom Kindergarten erwarte ich dagegen eher eine Prägung der sozialen Kompetenz in größeren Gruppen, also über den Bereich der Familie hinaus.

  10. Martin C. schrieb:

    Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige umso mehr stoße ich auf den Begriff “MEDIENKOMPETENZ”, die hier vermittelt werden soll. Dieser muss aber wohl erst noch mit Inhalt gefüllt werden. Tatsächlich ist es wohl so, dass Jugendliche sich schon immer besser mit neuen Technologien (Videorekorder, Handy, Internet, …) zurecht gefunden haben als ältere Generationen. Wer sich heute Jugendliche ansieht, kann erleben wie selbstverständlich sie mit Medien umgehen, obwohl es in ihren Kindergärten sicher keine Computer für die Kinder gegeben hat.
    Aber wie sieht es mit der entscheidenden Kompetenz aus. Schon mit den einfachsten Computern, den Taschenrechnern, haben sehr viele Jugendliche Probleme. Da werden Punkt-vor-Strich regeln z.B. nicht beachtet und dann wird auch noch behauptet, dass das Ergebniss richtig ist, weil es ja der Taschenrechner so berechnet hat.
    Genau hier liegt das Problem mit der Kompetenz: Es reicht nicht ein paar Tasten zu drücken und irgendwelche Ergebnisse zu bekommen. Wer nicht die zugrunde liegende Logik kennt, der lässt sich viel zu schnell von (bunten) Ergebnissen eine falsche Wahrheit vorgaukeln.
    Die Erzieherinnen im Kindergarten können das sicher nicht leisten.
    Zudem beschränkt der Computer die Kompetenz auf die Sinnesbereiche Sehen und eventuell Hören. Dabei ist das Auge in unserer Medienwelt bereits das am meisten überforderte Sinnesorgan. Der taktile Umgang mit Maus und Tastatur ist zu vernachlässigen. Tasten, Gelichgewicht, Riechen und Schmecken, bleiben bei einer zu starken Konzentration auf das Medium Computer auf der Strecke und die Fast-Food-Gesellschaft. Bei zunehmender Fettleibigkeit von Kindern, wird das dann wohl die nächste große Herausforderung für die Pädagogen.
    Über den Einsatz von Computern müssen wir uns da wohl weniger Gedanken machen.

  11. Sabine E. schrieb:

    Ich bin schon einige Jahre im Kindergarten als Erzieherin tätig. Im Alter von 0 bis 6 Jahren fällt es Kindern besonders leicht zu lernen. Warum sollte man sie nicht in diesem Alter (3 bis 6 Jahren) mit dem Medium Computer vertraut machen? Hiermit meine ich nicht , das Kind ohne Aufsicht, ohne Anleitung und unendliche Zeit mit dem Computer alleine zulassen.
    Genau wie im Spracherwerb gehen hier die Kinder ohne Hemmungen auf das Medium zu und lernen so angstfei mit dem Comuter umzugehen. Was vielen Erwachsen sehr schwer fällt.
    Ebenso werden auch hier kinästhetische Wahrnehmungen im Gehirn geübt die man nicht unterschätzen sollte. Zitat:”Die Abgrenzung zwischen Täuschung und Realität fällt schwer. Unsere Augen nehmen zweidimensionale Bilder der Umwelt wahr, dennoch haben wir das Gefühl, dreidimensional zu sehen. Als kinästhetische Wahrnehmung , auch Tiefenwahrnehmung, Tiefensensibilität oder Propriozeption bezeichnet man eine Komponente der haptischen Wahrnehmung von Lebewesen, durch die eine Bewegungsempfindung und das Erkennen der Bewegungsrichtung ermöglicht wird; bei der Tiefensensibilität geht es also im eigentlichen Sinne um die Eigenwahrnehmung des Körpers.” Zitat Ende.
    Beispiel das Kind nimmt Bilder auf dem Monitor wahr und versucht diesen mit dem Cursor zu folgen. Die etwas Ältern unter uns werden sich vielleicht an die Anfänge mit der Maus erinnern. Na das war wohl garnicht so einfach.

    !!!Meine Meinung!!!
    Um allen Kinder gleich auf die Zukunft vorzubereiten, was das Ziel jeder Erzieherin sein sollte, müssen wir gleiche Bedingungen für alle Kinder schaffen. Denn es ist nicht so, dass in jeder Familie eine Comuter vorhanden ist. Geschweigeden ausreichend Grundnahrungsmittel zum leben ( zu Martin C.).

  12. Sabine schrieb:

    Ich habe mich gerade jetzt mit diesem Thema beschäftig und wie immer gilt die Regel: “Auf die Menge (Zeit) kommt es an.” Themen, wie zum Beispiel “Verhalten im Straßenverkehr” werden auf sehr anschauliche und ungefährliche Weise am PC erlebt. Interaktive Spiel sind eine Hilfe. Natürlich habe alle oben geschrieben Beiträge ihre Berechtigung.

  13. lisa schrieb:

    Ich finde diesen Artikel sehr nützlich! Morgen muss ich nämlich eine Erörterung über dieses Thema schreiben…DANKE!!! ;)

  14. anne m. schrieb:

    Meiner Meinung nach sollten Kinder zwar auch schon früh lernen mit Computern etc. umzugehen, da sie es für die Zukunft brauchen werden, andererseits sollte die Zeit (im Kindergarten) die sie daran verbringen begrenzt sein!! Bestimmte Tage in der Woche und dann auch nur maximal 30 Minuten! Da jedes Kind im Normalfall 3 Jahre im Kindergarten verbringt, ist das wohl noch immer genug Zeit, und die anderen Aktivitäten kommen ebenfalls nicht zu kurz, wie das Spielen im Freien beispielsweise.
    In vielen Kindergärten wurden auch sog. Freie Gruppen eingeführt, was heißt, dass sich die Kinder, die nachmittags anwesend sind, aussuchen können, ob sie in die Kreativ-Ecke, die Bewegungsbaustelle, die Werkstatt etc. wollen. Eventuell könnte man so etwas auch für die Computernutzung anbieten, allerdings dann nur beschränkt und manchmal auch vormittags, damit die Kinder, welche nur morgens im KiGa sind, keinen Nachteil haben.
    Ob sie ihre Kinder mit dem PC in Kontakt bringen möchten oder nicht, sollten die Eltern selbst entscheiden, und dann den Erzieherinnen Bescheid sagen, damit diese wissen, dass sich das Kind nur für die anderen Gruppen anmelden darf!

    Ich bedanke mich an dieser Stelle für Ihre Meinungen und diesen Artikel! Dieses Forum war mir bei der Recherche zu meinem Referat sehr hilfreich. Danke! ;D

  15. g schrieb:

    ….

  16. Lena schrieb:

    Ist Ok

  17. Lena schrieb:

    !!!

  18. Andschela schrieb:

    Ich bin keine Pädagogin in dem Sinne, aber dennoch Laien-Pädagogin ;o). Ich habe selbst zwei Kinder im Alter von zwei und vier Jahren. Gerade gestern lief das Thema Computerspiele im Kindergarten ganz heiß an, und zwar beim Elternabend. Neulich habe ich nämlich beobachtet, wie die Kinder an den drei Computern im Kindergarten unter anderem geflippert haben. Sie haben PINBALL gespielt. Ein Vierjähriger spielt Pinball. Ja Hallo? Muss denn das sein? Kann man die Kinder nicht anders beschäftigen? Meine Tochter (6) hat selbst in ihrem Kinderzimmer einen PC zu stehen. Verteufelt wird das Zeugs also von hier aus nicht. Die Kinder können ab und an an den PC um z.B. Janosch Vorschule zu spielen oder Straßenschildmemory etc. Aber doch nicht flippern. Ne, also ich finde da hört es auf. Das hat auch nix mit Motorik zu tun. Die Kids sollen mal lieber lernen, wie man ordentlich mit einem Stift umgeht oder mit der Schere. Aber flippern? Wie sehen das hier die anderen Leute? Würde mich mal interessieren.

    Viele Grüße und Danke fürs Zuhören
    Andschela

  19. Inna schrieb:

    wie siehts aus??

  20. Inna schrieb:

    Flippern? also das muss auch nicht sein!! ich bin angehende Erzieherin und habe noch nicht so viel Erfahrung gemacht mit PC im Kiga aber ich denke wenn man Lernorientierte und gezielt fördernde Spiele einsetzt dann ist da nichts gegen einzuwenden..
    lieben Gruß
    Inna

  21. Vera schrieb:

    Ich habe mir auch alle Kommentare durchgelesen und ich kann auch jede Position verstehen, ich sehe es auch so, dass Kinder heutzutage nicht mehr davon abgehalten werden können, Zeit am Computer zu verbringen… aber egal, wie lernfördernd und altersgerecht die im Kindergarten verwendeten Programme sein mögen, ich finde, dass im Kindergarten ohne Technik gespielt werden sollte. Im Kindergarten können die Kinder verkleiden spielen, draußen toben, Spiele spielen, lesen und basteln. Man wird früh genug nichts mehr dagegen machen können, dass die Kinder zuhause an den Computer wollen, weil alle anderen Kinder das ja auch dürfen. Aber der Spielgarten sollte immer Kindergartenfrei sein!
    Mein Sohn wird jetzt 2 und eigentlich hab ich ihn schon direkt nach seiner Geburt im städtischen Kindergarten direkt bei uns um die Ecke angemeldet, aber jetzt wird er ganz schnell im (gemäßigten) Waldorfkindergarten im Nachbardorf angemeldet werden!

  22. Vera schrieb:

    äh… was hab ich denn da geschrieben… soll natürlich heißen “Der Kindergarten soll immer Computerfrei sein…” das kommt wohl davon, wenn man zuviel in den Computer guckt, da verarmt das Gehirn… ;p

  23. Maxxast schrieb:

    Wir sind eine Elterninitiative, die u.a. für meherere Kindertageseinrichtungen schon Lernspielrechner zusammengestellt und gebaut haben.

    Die ursprüngliche Idee dahinter war ‘Computer’ und Lernspiele in einem Kindergarten so nutzbar zu machen, so dass wenig bis keine Betreuung durch Erzieher notwendig ist, da diese in einem Gruppenalltag dazu überhaupt keine Zeit haben. Die Lernspiele sollten pädagogisch sinnvoll, altergruppengerecht und als Ergänzung zur Lernwerkstatt geeignet sein. Das Gerät selber sollte darüber hinaus kindgerecht, bastelfest, einfach zu bedienen, sicher und zudem preiswert sein.

    Unsere Erfahrungen welche Lernspiele überhaupt für einen Kindergarten / Hortalltag geeignet sind und wie man es am besten technisch und pädagpogisch umsetzt, haben wir in einem Konzept, mit Bauanleitung, wie man selber solch ein Lernspielrechner erstellt, zusammengefasst.

    Wer Interesse an dem Konzept hat kann die pdf-Datei unter der Mailadresse
    kita-pc#web.de (Die # durch ein @ ersetzen!)
    kostenlos anfordern. Die eigenen Daten werden auch nicht weitergegeben – garantiert!

    Gruss
    Maxxast

  24. Fritz schrieb:

    Hallo zusammen

    Also ich habe auch alle Kommentare durchgelesen und sehe dass so zimlich alle Positionen vertreten sind. Auch ich möchte Position beziehen. Ich finde, dass der Computer generell nicht in den Kindergarten gehört. Und zwar denke ich, dass Kindergartenkinder noch genug früh mit diesem Medium vertraut gemacht werden. Dazu muss die wertvolle Zeit aus pädagogischer Sicht in diesem für die Kinder wichtigen Alter nicht für Computerbedienung benutzt werden. Wichtig wäre doch eher, dass die Kinder ihre Motorik, Tastsinne etc. entwickeln. Diese Punkte sind mit dem Computer nun mal nicht realistisch möglich. Es bleibt bei der Tastatur, der Maus, dem Bildschirm.

    Allerdings wäre ich dafür, den Kindern einmal einen Computer für 1 oder 2 Tage zu zeigen, evtl. die wichtigsten Dinge erklären: Also Bildschirm, Computer, Maus, Tastatur. So haben sie dieses Medium doch schon einmal kennengelernt.

    In der heutigen technisierten Zeit, wo jetzt schon viele Kinder oft vor dem Fernseher sitzen und etwas vom “Bildschirm” konsumieren wird meiner Meinung nach viel zu wenig “echtes” unternommen. Die Kinder sollen sich in Bewegung austoben können, z.B. im Wald.

    Liebe Grüsse

  25. jojo schrieb:

    sehr gute text inhalte müssen eine diskussion darüber führen danke !!!

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