Heimvideos für die Öffentlichkeit

Logo von Metacafe

Nachdem im Urlaub die neue digitale Videokamera mit sämtlichen Schnickschnack zum ersten Male ausprobiert wurde, will man die stolze Reisedokumentation natürlich möglichst vielen Freunden und Verwandten zugänglich machen. Webseiten wie YouTube und Metacafe machen es möglich, Video-Clips kostenfrei hochzuladen und anzusehen. Das Hochladen funktioniert sehr einfach. Man muss sich lediglich auf der Webseite registrieren, dann hat man die Möglichkeit Videoformate wie .avi, .mpg und .mov der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Um die hochgeladenen Clips anzuschauen muss der Nutzer lediglich den Flash-Player als Plugin auf einem Rechner installieren, damit dieser die Videos in einem Browserfenster abspielen kann. Die Videos werden dabei über das Internet gestreamt – das heißt, der Nutzer muss das Video nicht erst auf seinen Computer herunterladen.

Logo von YouTube

Beide Plattformen erfreuen sich über die hohe Beanspruchung ihrer Webseiten. Bei YouTube, das mit dem Slogan „Broadcast yourself“ wirbt, werden täglich etwa 20.000 neue Clips hochgeladen und 30 Millionen Clips angesehen. Bei Metacafe werden pro Monat 200 Millionen Clips beherbergt (Alle Daten von März 2006). Durch diese Nutzerbegeisterung ergeben sich jedoch auch Probleme für die Betreiber der Webseiten. Denn die meisten Mitglieder nutzen die Plattformen nicht für selbst gedrehte Urlaubsvideos, sondern für witzige oder außergewöhnliche Spots, die aus fremden Quellen stammen. Dadurch kommt es nicht selten zu Urheberrechtsverletzungen. Darauf hin hat YouTube im März 2006 die Abspiellänge der Videos auf maximal 10 min eingeschränkt, denn Sie meinen dass in vielen Fällen illegale Videos länger als 10 min sind.

Wie groß die Akzeptanz der Video-Webseiten ist, lässt sich wohl am besten am jüngsten Erfolg der „Sängergruppe“ Grup Tekkan festmachen. Ihr erstes „Sonnenlischt“ erblickte die Gruppe nämlich in YouTube, wo sie Ihren Clip vor einigen Monaten veröffentlichten.

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