Eine kleine Kaufberatung – Teil 2

Grafikkarten

Im letzten Teil der kleinen Kaufberatung ging es um den Prozessor und den Arbeitsspeicher für den nächsten PC. In diesem Teil dreht sich alles um das Mainboard, Grafikkarte, Festplatte und optische Laufwerke.

Das Mainboard oder auf deutsch auch „Hauptplatine“ genannt bildet die Basis eines Systems. Alle Komponenten, aus denen ein Computer besteht, sind damit verbunden. Leider hat man beim Kauf eines Komplettsystemes wenig Einfluss auf diese Komponente. Bastler, die sich ihren Computer selber zusammenstecken, sollten darauf achten, dass die Auswahl an Schnittstellen Raum für spätere Erweiterungen lässt. Insbesondere sollte ein aktuelles Mainboard Dual Core akzeptieren, mit PCI-Express-Schnittstellen ausgestattet sein und mindestens 4 Serial-ATA-Schnittstellen aufweisen.

Die Auswahl der Grafikkarte stellt wohl einen der schwierigsten Schritte dar. Spielt die 3D-Leistung und damit die Spieletauglichkeit keine Rolle, so sollte beim Kauf darauf geachtet werden, dass die Karte über eine moderne DVI-Schnittstelle verfügt. Darüber können dann ebenfalls damit ausgestattete Flachbildschirme angeschlossen werden und man erspart sich das lästige Einstellen der Bildparameter und erhält die ideale Signalqualität.

Die Spreu vom Weizen trennt sich bei der Leistungsfähigkeit im 3D-Bereich. Diese ist hauptsächlich abhängig vom verwendeten Grafikchip und weniger vom eigentlichen Kartenhersteller. Der Markt wird derzeit von zwei Herstellern für diese Chips, namentlich ATI und NVidia, beherrscht. Deren Grafikchips liefern sich seit geraumer Zeit ein Wettrennen in Leistungsfähigkeit und unterstützter Technologien. Dies führt leider auch dazu, dass, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, eine heute brandaktuelle Karte in einem Jahr höchstens noch Mittelmaß ist. Solche Karten lohnen sich somit nur für Leistungshungrige mit großem Geldbeutel.

Standard (vorangig für ältere Spiele geeignet, neuere Titel laufen mit reduzierter Grafikpracht):

  • Grafikspeicher: >= 64MB
  • Grafikchip: ATI: >= X1300, >= 9600, NVidia: >= 6200

Komfortabel (neuere Spiele laufen flüssig, wenn auch nicht mit höchsten Einstellungen):

  • Grafikspeicher: >= 128MB
  • Grafikchip: ATI: >= X1600, >= X800, NVidia: >= 6800

Highend (alle neueren Spiele sollten flüssig mit höchsten Einstellungen laufen):

  • Grafikspeicher: >= 256MB
  • Grafikchip: ATI: >=X1800, NVidia: >=7800
  • Eine Festplatte mit richtig großer Kapazität ist eigentlich nur mit Videos oder tausenden von Musikstücken zu füllen. Die Kapazität wird dabei in Gigabyte angegeben. Ein Gigabyte entspricht: 1,6 CDs, ca. 130 MP3-Dateien oder ca. 1000 Digitalfotos.

    Bei der Anschlussvariante hat sich mittlerweile Serial ATA gegenüber dem etwas angestaubten Parallel ATA durchgesetzt. Die Leistungsfähigkeit einer Platte lässt sich in etwa an der Umdrehungszahl ablesen. Diese wird in RPM (rotations per minute) also Umdrehungen pro Minute angegeben. Mittlerweile kommen hier fast nur noch Platten mit 7200 rpm zum Einsatz.

    Standard : >80GB
    Komfortabel: >200GB
    Highend (zum Beispiel für Videoschnitt) : Raid-0 Verbund mit >500GB

    Die Auswahl an optischen Laufwerken erstreckt sich mittlerweile über nahezu beliebige Kombinationen von CD, DVD Leser/Brenner. Reine CD-Laufwerke sind heute nicht mehr zeitgemäß. Da DVD-Laufwerke auch CDs lesen können empfiehlt sich ein Exemplar dieser Gattung als Mindeststandard. Wer auch CDs oder DVDs beschreiben will, dem sei ein DVD Brenner empfohlen. Dieser kostet ein wenig mehr als ein reiner CD-Brenner und beschreibt sowohl CDs als auch DVDs. Da es bei DVDs zwei Standards gibt (DVD+R(W) und DVD-R(W)) sollte man darauf achten, dass der Brenner beide Formate beschreibt, dann ist man auf jeden Fall auf der sicheren Seite.

    Ein wichtiger Faktor, der in den letzten Jahren immer mehr Bedeutung gewonnen hat und in diesem Artikel bisher keine Beachtung fand, ist die Lautstärke eines Computersystems. Käufer eines Komplettsystems sollten ihren neuen Computer nach Möglichkeit „Probe hören“. Es gibt wenig nervigeres, als wenn der neugekaufte PC und der Staubsauger akustisch nicht zu unterscheiden sind.

    Weiterführende Links:
    Grafikkarten Vergleichstests

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