Kinderoper

Kinderopern sind meist Kompositionen die speziell für Kinder komponiert sind.
Einführend seien an dieser Stellen „Peter und der Wolf“ von Sergej Prokofjew und „Hänsel und Gretel“ von Engelbert Humperdinck genannt.

Kinderopern werden eher von großen Opernhäusern, allen voran die Staatsoper Wien, der Oper Köln, dem Jungen Musiktheater Hamburg und der kleinen Oper Bad Homburg, angeboten und aufgeführt. Obwohl sich diese Aufführungen steigender Beliebtheit erfreuen, hat die Gattung einen schweren Stand. Die Organisation von Kinderopern ist meist ein Projekt Einzelner, die nicht selten missbilligenden Blicken ausgesetzt sind. Doch dieses tut der Gattung unrecht.

Am Beispiel der Jungen Oper der Staatsoper Stuttgart lässt sich dies anschaulich belegen.
Sie integriert Kinder und Jugendarbeit in den laufenden Opernbetrieb indem sie zusammen mit Kinder und Jugendlichen eine Inszenierung erarbeitet und aufführt.

Dadurch werden die jungen Leute frühzeitig an die Thematik herangeführt und da sie auch hinter der Bühne mithelfen, hat dies den gewissen Reiz und die Vorstellungen der Jungen Oper sind gut besucht.
„Kunst ist kein Verbrauchsgut, sondern ein Erfahrungsschatz und ein Aneignungsprozess. Kinder und Jugendliche sind keine Verbraucher, sondern Erfahrungssammler.“ Thomas Koch, Pressesprecher der Jungen Oper Stuttgart.

Dass in diesem Bereich doch ein großes Interesse entgegen der landläufigen Meinung vorhanden ist, belegt auch die Veranstaltung „Ganz Ohr – Haste Töne“, die im Juni 2001 zu sehen war. Dies war eine Kooperation zwischen der Jungen Oper Stuttgart und dem Exploratorium, dem Kindermuseum Stuttgart. Die Ausstellung gastierte zwei Wochen im Exploratorium und lockte in diesem Zeitraum mehr als 10.000 begeisterte Jungmusiker an.

So bleibt mir nur noch zu sagen, dass ich selbst die Kinderoper „Hänsel und Gretel“ in München gesehen habe und nach Ende der Veranstaltung kein einziges Kind mit einem grimmigen Gesicht.
Gerade in der heutigen Welt des Fernsehens, der Bilder- und Tonflut bietet die Kinderoper einen entspannten, etwas anderen Gegenpol.

  1. Grazyna Przybylska-Angermann schrieb:

    Liebe Puki und andere Musikfreunde,
    theoretisch, aber auch praktiasch ginge auch, daß Kinder selber Kinderopern aufführen oder auch erfinden.
    Das haben wir in Nürnberg mit Schülern der Musikschule und einigen Kooperationspartnern in der Stadt schon zwei mal auf die Beine gestellt. Mich würde interessieren ob jemand weitere Beispiele solcher Arbeit kennt.
    Unsere ersten Schritte sind im Film (direckt im google anfragen) “Mehr Platz zum Fliegen” Regie Anja Christin Winkler anzuschauen, der von der Neuen Musikzeitung (http//media.nmz.de) bereit gestellt ist.
    Viel Freude damit
    G.P.-Angermann

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