Tötet Fernsehen Kinderfantasie?
Tötet Fernsehen die Fantasie von Kindern? Mit dieser wohl schon oft aufkommenden Frage hat sich nun eine Studie des IZI (Internationales Zentralinstitut für das Bildungs- und Jugendfernsehen) beschäftigt.
Das von PRIX JEUNESSE INTERNATIONAL und der Gesellschaft zur Förderung des internationalen Jugend- und Bildungsfernsehens e.V. unterstütze Institut existiert bereits seit 1965 und untersteht dem Bayerischen Rundfunk. Das Institut führt regelmäßig empirische Untersuchungen durch, die sich mit aktuellen, für die Öffentlichkeit relevanten Themen aus dem Bereich Kinder-, Jugend- und Bildungsfernsehen beschäftigen.
Das Ergebnis der Studie zeigt, dass das Verhältnis zwischen Fernsehen und der Fantasie von Kindern sehr viel komplexer ist als man es vielleicht vermuten würde. “Fernsehen verdrängt die Fantasie nicht, es wird zu einem Teil von ihr. Kinder nehmen sich etwas aus dem Fernsehen heraus und entwickeln mit den Medienbildern ihre eigenen Erzählungen”, so die Studie.
Insgesamt wurden 193 Kinder im Alter von 8 bis 10 Jahren verschiedenster Nationen, sowie die Erinnerungen an Kindheitsfantasien von 56 Menschen verschiedenster Generationen untersucht. Das “Leitmedium” Fernsehen, welches ohnehin aus dem heutigen Alltag von Kindern nicht mehr wegzudenken ist, ist demnach eines der wichtigsten Materialien, das zur Entwicklung von Kinderfantasien beiträgt. Dies kann der Studie zu Folge aber auch ein Nachteil sein. Besonders dann, wenn Kinder die verarbeiteten Informationen nicht ernst genug nehmen oder ihnen nicht genügend Freiraum bleibt um diese zu verarbeiten. Das Vorurteil, dass Fernsehen die Fantasie von Kindern zerstört, sollte aber letztendlich abgelegt werden können.
Für eine genauere Darstellung der Studie steht auf den Seiten des IZI dieses PDF zum download bereit.




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