Kettenbriefe (Teil 1) – alles andere als harmlos

Mit der Verbreitung von E-Mail-Kommunikation ist auch der Mißbrauch dieses praktischen Mediums stark angestiegen. Während früher die Kettenbriefe per Post versandt wurden und die Weiterverbreitung daher einen Aufwand darstellte, ist es heute mühelos möglich, eine Nachricht an Dutzende Bekannte zu versenden.

Wer hat denn noch keine E-Mail mit dem Betreff “Schnell Geld verdienen” erhalten? Oftmals werden solche Mails von unwissenden Freunden und Bekannten weitergeleitet, ohne dass diese darüber nachdenken, ob denn die in der Nachricht enthaltenen Informationen stimmen. Was den meisten Leuten eigentlich harmlos erscheint (man kann den Brief ja einfach löschen), verursacht jedoch finanzielle Einbußen in der Wirtschaft, da diese Kettenbriefe Arbeitszeit der Mitarbeiter kosten und manchmal sogar das Ansehen einiger Firmen schädigen.

Ein häufiger Vertreter dieser Kategorie sind die sogenannten “Tränendrüsen-Briefe”, in denen ein angeblich sehr kranker Mensch beschrieben wird, dessen größter Wunsch es ist, dass seine Geschichte einmal um die Welt geht. Oft enthalten solche Mails den unrealistischen Hinweis, dass irgendeine Organisationen einen kleinen Geldbetrag pro weitergeleitete Mail spenden wird. Dies animiert viele Leute dazu, eine solche Mail weiterzuleiten, ohne nachzudenken. Es gibt nämlich technisch keine Möglichkeit, die Anzahl der weitergeleiteten Mails zu ermitteln.

Die Gründe, aus denen Kettenbriefe in die Welt gesetzt werden, sind vielfältig. Die Verbreitung von Texten aller Art dürfte wohl der Hauptgrund sein – seien es politische Meinungen, der Versuch der Manipulation von Aktienkursen durch Kaufaufforderung oder Spendenaufrufe. Ebenfalls ein wichtiger Grund ist das Sammeln von Mailadressen zum Versand von Werbemails (Spam). Um dies zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Hinweise auf www.blindkopie.de zu studieren.

Über Kettenbriefe und Falschmeldungen (Hoaxes) informiert eine Webseite der TU Berlin, die unter www.hoax-info.de erreichbar ist. Die Medienmami berichtet demnächst noch ausführlicher über Hoaxes im zweiten Teil dieses Kettenbrief-Artikels.

  1. Michelle schrieb:

    ich dachte nciht das kettenbriefe so sein koennten ich dachte sie weren harmlos aber dabei sind sie alles andere als dasich habe auch bei einen mitgemacht mir ist zwar noch nichts passiert das ist jedoch schon 1 jahr her und ich mach nie wieder bei einem mit

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