Videospiele halten fit…

Wer denkt, dass Video- und Computerspiele, nichts mit körperlicher Bewegung zu tun haben, liegt falsch. Viele Hersteller neuer Spielekonsolen setzen immer mehr auf die Bewegungslust der Spieler. So z.B. Nintendo mit seiner neuen Konsole namens Wii, die seit Dezember 2006 in den Ladenregalen steht. Bei dieser lassen sich verschiedene Sportarten von Tischtennis über Bowling bis hin zu Baseball simulieren und das mit zum Teil großem Körpereinsatz. Gesteuert werden die Spiele mit einer Art Fernbedienung, die je nach Spiel, als Schläger, Bowlingkugel oder auch Boxhandschuh fungiert. Die Sensorik dieser “Fernbedienung” erkennt Neigung, Richtung und Geschwindigkeit, mit der sie bewegt wird. Um ein konkretes Bild zu bekommen, wie diese Bewegungen dann in der Realität aussehen, kann man sich folgenden Werbetrailer von Nintendo anschauen.

Dass dieses Konzept erfolgsversprechend ist, zeigen die hohen Absatzzahlen, die Nintendo schon jetzt verzeichnen kann. Eine Vision von Nintendo ist es, durch diese Konsole Jung und Alt vor dem Bildschirm zu vereinen, so dass die Großmutter mit ihren Enkeln zum Beispiel eine Runde Minigolf spielt. Ob diese Vision Wirklichkeit wird bleibt abzuwarten, allerdings kann man schon jetzt sagen, dass die Konsole ihre Wirkung zeigt. So gibt es Berichte, dass Spieler nach einer intensiven Spielenacht, mit Muskelkater aufgewacht sind. Weitere Artikel berichten über eher negative Erfahrungen wie “Sportverletzungen” oder Sachbeschädigung durch umherfliegende Fernbedienungen. Nintendo macht deshalb ausdrücklich mit Sicherheitshinweisen oder dem unten stehenden Piktogramm auf Verletzungsgefahr bei unvorsichtiger Spielweise aufmerksam.

Aber auch andere Hersteller wie Sony setzen auf mehr Körpereinsatz. So gibt es schon seit Mai 2006 für alle Luftgitarrenfans das Spiel “Guitar Hero” für die Playstation 2. Bei diesem Spiel schließt man eine Plastikgitarre an die Konsole an und muss synchron zu den auf dem Bildschirm gezeigten Ton- und Rhythmusvorgaben, die Seiten der Gitarre anschlagen. Für ausgefallene Gitarren-Rock-Bewegungen gibt es Extrapunkte. Da dieses Konzept auch vielen PC-Spielern gefallen hat, haben sich ein paar Leute aus der Open Source (frei verfügbarer Quellcode) Gemeinde gedacht, dass es das doch auch für den Heim-PC geben müsste. Gesagt, getan und schon war das Projekt Frets-On-Fire entstanden. Der einzige Unterschied zu dem Originalspiel der Playstation, mal davon abgesehen, dass das Spiel kostenlos verfügbar ist, ist der, dass anstelle der Plastikgitarre die PC-Tastatur zum Einsatz kommt. So hat man Sie mit Sicherheit noch nie vor dem PC gesehen! Ausprobieren lohnt sich: Frets On Fire

Es bleibt abzuwarten, was sich im Bereich der Spielekonsolen noch alles entwickeln wird. Aber der Trend von der reinen Sofaspielewelt zu einer aktiven durchaus abwechslungsreicheren Spielewelt wird für viele Konsolengegner ein Lichtblick sein.

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