Freigelassene Bücher warten auf Finder

Bestimmt hat jeder irgendwo im Regal Bücher stehen, die er oder sie nicht mehr liest, nicht mehr braucht oder noch gar nie gelesen hat. Eigentlich schade um diese Bücher, denn es könnte ja sein, das dieses Buch einer anderen Person gut gefallen würde und diese es gerne lesen würde.
Jeder der sich nun angesprochen fühlt, sollte sich mal auf die Seite www.bookcrossers.de oder www.bookcrossing.at begeben, sich dort registrieren und seine Bücher möglichst schnell in die Wildnis entlassen.
Genauer funktioniert BookCrossing so:
Auf der Internetseite www.bookcrossing.com (in Englisch, aber auf der schon erwähnten deutschen Seite findet man eine Anleitung) registriert man das bald in Freiheit gelangende Buch. Das Buch bekommt dann eine BCID (BookCrossing-IDentitätsnummer) zugewiesen, diese bringt man, am besten auf der Innenseite des Buches an, so dass sie zwar für jeden gut sichtbar ist, aber trotzdem nicht abhanden kommen kann. Auf die Außenseite klebt man noch einen BookCrossing-Aufkleber, die auf der Seite heruntergeladen werden können. Entweder man besorgt sich dafür eine Packung Klebeetiketten oder noch besser: Aufkleber auf normalen Papier ausdrucken und das Buch mit Folie einbinden, damit es nicht so schnell kaputt geht. Viola, schon kann das Buch freigelassen werden, und man kann verfolgen wo es überall hin kommt. Allerdings wird nicht jedes Buch gefunden, manche verschwinden mitunter monatelang, bis sie wieder auftauchen, es gibt auch Bücher die nach kurzer oder langer Reise für immer verschwinden.
Bücher lesen und Kommentare dazu abgeben kann übrigens jeder, zum Freilassen muss man sich jedoch registrieren, natürlich völlig kostenlos. Wer registriert ist, bekommt ein eigenes Bücherregal, in dem er sieht, welche Bücher er freigelassen hat, und welche er schon mal gefunden hat.
Eine kleine Anmerkung nebenbei: Das am meisten gereist Buch ist „Der seltsame Bücherfreund“ von Gerard Hoffnung, das schon eine Reise quer durch Europa hinter sich hat.
Zum Abschluss noch ein paar Zahlen: BookCrossing gibt es seit 2001 und hat im Moment (April 2007) ca. 550.000 Mitglieder aus 130 Ländern, die schon bald 4 Millionen Bücher freigelassen haben.
In diesem Sinne: bevor jemand ein Buch wegwirft sollte er oder sie es lieber freilassen, dann haben andere auch noch etwas davon.



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