Astrid Lindgren

Astrid Lindgren

Begonnen hat alles im Jahre 1944 mit einem verstauchten Knöchel: Astrid Lindgren rutschte im Winter auf Glatteis aus und verstauchte sich schwer den Fuß. Während dieser Woche begann sie die Geschichten über die freche rothaarige Pippi Langstrumpf, welche sie ihrer Tochter Karin erzählte, niederzuschreiben. Eine Kopie des Manuskripts schickte sie an einen Verlag. Beigefügt hatte sie einen Brief in dem sich unter anderem folgender Absatz findet:

“Sicherheitshalber sollte ich vielleicht darauf hinweisen, dass meine eigenen unglaublich wohlerzogenen, engelsgleichen Kinder keinerlei Schaden durch Pippis Verhalten genommen haben. Sie haben sofort verstanden, dass Pippi ein Einzelfall ist, der normalen Kindern kein Vorbild sein kann.” Aus Astrid Lindgrens Brief an den Bonniers Verlag

Nach einer weiteren Überarbeitung des Manuskripts, gewann sie beim Verlag Rabén & Sjögren den ersten Platz im Wettbewerb für Kinderbücher.

Daraufhin wurde aus der einfachen Sekretärin die wohl bekannteste Kinderbuchautorin der Welt. Ihre mehr als 70 Bilder-, Kinder- und Jugendbücher wurden in mindestens ebensoviele Sprachen übersetzt. Sie gewann etliche Preise unter anderem auch den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Des Weiteren wurde ein Asteorid nach ihr benannt, dies kommentierte sie mit folgenden Worten:

“‘Von nun an dürft ihr mich Asteroid Lindgren nennen’”, erklärte Astrid Lindgren.” Aus: “Astrid Lindgren – Ein Lebensbild” von Margareta Strömstedt

Ihr 90 Geburtstag wurde in Schweden wie der Nationalfeiertag gefeiert und sie wurde zur populärsten Schwedin des Jahres und später noch zur beliebtesten Schwedin des Jahrhunderts gewählt. Von der mittlerweile sehr zurückgezogen, lebenden alten Dame kam daraufhin zurück:

“Ich glaube, ihr habt etwas vergessen. Und zwar, dass ich ein alter Mensch bin, taub und halbblind und fast verrückt. Und den habt ihr zur Schwedin des Jahres gemacht! Verbreitet das bloß nicht, sonst glauben sie noch, ganz Schweden ist so …” Aus: Aktuell, TV 1

Im Alter von 94 Jahren starb Astrid Lindgren 2002 im Kreise ihrer Familie.

Dieses Jahr wäre sie 100 geworden. Ein Jubiläum, das in ihrer Heimatgemeinde Vimmerby groß gefeiert wird. Auch Astrid Lindgrens Deutscher Verlag Oetinger hat dies nicht vergessen und veranstaltet zu ihren Ehren eine große Schnitzeljagd, an der jeder teilnehmen kann.

Die erste Aufgabe lautet: Werde Sachensucher wie Pippi Langstrumpf.

Wer also in seiner Kindheit Astrid Lindgrens Bücher liebte und dies gerne seinen Kindern weitergeben möchte, kann sich ja mit ihnen gemeinsam auf Schnitzeljagd begeben und ihnen nebenbei die tollen Bücher der neu erschienen Jubiläumsausgabe vorlesen oder die schon im Bücherregal vorhandenen mit neuem Leben beleben.

Zur deutschen Homepage von Astrid Lindgren (betreut vom Verlag Oetinger) geht’s hier entlang:
www.astridlindgren.de

Kommentar hinterlassen