Integration durch Sport

In Deutschland und eigentlich in fast allen europäischen Ländern wird der Anteil von Jugendlichen mit Migrationshintergrund immer größer. Viele verschiedene Einstellungen und Kulturen stoßen aufeinander. Dementsprechend gibt es immer häufiger soziale Spannungen und Konflikte. Dies ist aber zumeist darauf zurückzuführen, dass der gesellschaftliche Integrationsprozess nur schleppend voranschreitet. Eine besonders gute Möglichkeit Menschen anderer Herkunft, anderer Religion oder anderer Hautfarbe kennenzulernen, stellt die sportliche Betätigung dar. Denn dort ist es egal, ob ein Asiate, ein Afrikaner oder ein Europäer einen Beitrag für den Erfolg des eigenen Teams leistet. Hauptsache die eigene Mannschaft gewinnt und man kann gemeinsam feiern. Solche Erfolge schweißen zusammen und lassen Freundschaften entstehen, die auch außerhalb des Spielfeldes bestand haben. Jedoch ist Sport nicht das Allheilmittel. Sport stellt immer noch einen Wettkampf dar und jeder will gewinnen. Dabei steht der Fairplay-Gedanke nicht immer im Vordergrund. Da sich in Sportvereinen meistens auch Leute ähnlicher Kulturen sammeln, kochen in Wettkampfsituationen die Emotionen hoch und es kommt zu Streitigkeiten, bei denen unter anderem die Integrationsprobleme zu Ausdruck kommen. An solchen Stellen sind dann Vereine und deren Verantwortliche gefragt. Sie sollen versuchen diese Problematik so gut als möglich in den Griff zu bekommen und somit einen kleinen Beitrag für eine erfolgreiche Integration liefern.

United by Sports – Sport verein(t) ist ein europäischer Wettbewerb, der Schulen, Sportvereine und Jugendeinrichtungen dazu aufruft, ihre Konzepte zur Integration einzusenden. Dabei sollen bereits existierende Projekte dokumentiert und somit zu neuen Konzepten angeregt werden. Gefragt sind Projekte, die das Miteinander zwischen Jugendlichen verschiedenster Herkunft fördern. Die Beiträge für den Wettbewerb können mit verschiedensten Medien, wie z.B. als Video, DVD oder auch als Webseite eingereicht werden. Aus allen Einsendungen wählt eine Fachjury die besten Konzepte aus, welche dann noch von Bundesinnenminister Dr. Schäuble ausgezeichnet und der Öffentlichkeit präsentiert werden. Einsendeschluss ist der 15. Oktober 2007.

Der Wettbewerb wird im Auftrag der Europäischen Kommission, des Bundesministeriums des Innern und des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge ausgerichtet und findet in Deutschland, Holland, Österreich, Slowenien und Großbritannien statt.

Mehr Infos unter www.united-by-sport.eu

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