Journalistische Grundsätze

Das Internet stellt heutzutage eine riesige Informationsquelle dar. Überall kann man Informationen über alles Mögliche abrufen. Man kann sich beispielsweise Kochtipps holen oder einfach nur die neuesten Nachrichten oder Sportergebnisse nachschauen. Doch wer gewährt einem, dass die gefundenen Informationen auch wirklich der Wahrheit entsprechen. Kann ich dem was im Internet steht blind vertrauen oder ist doch Vorsicht geboten? Hat sich jemand mit der 20-minütigen Kochzeit für die Spaghetti nur einen Spaß erlaubt oder muss ich sie wirklich so lange im kochenden Wasser lassen?? Oder wurde Schalke nun doch deutscher Fußballmeister 2007?? So etwas könnte im Internet zu finden sein, entspricht aber nicht der Wahrheit. Gibt es gesetzliche Regelungen, damit im Internet nur die Wahrheit verbreiten wird? Medienmami hat hierfür etwas recherchiert und die journalistischen Grundsätze für das Onlineangebot untersucht.
Der wichtigste journalistische Grundsatz ist das Gebot der Achtung der Wahrheit und einer wahrhaftigen Unterrichtung der Öffentlichkeit. Demnach gilt, dass die in einer Mitteilung enthaltenen Informationen zutreffend sein müssen und ein “vollständiges” Bild liefern sollen. Sie dürfen nicht in ihrem Sinn verfälscht und es dem Kontext gerissen werden. Unbestätigte Meldungen und Gerüchte müssen auch als solche gekennzeichnet werden. Zudem unterliegen alle Nachrichten einer Recherchepflicht. Somit müssen alle Nachrichten und Meldungen vor ihrer Veröffentlichung auf ihre Herkunft und auf ihr Wahrheitsgehalt überprüft werden. Diese Verpflichtung kann auch nicht durch eine Kennzeichnung als Zitat oder mittels eines Disclaimers, wonach man für die Richtigkeit der Informationen keine Verantwortung übernimmt, abgedungen werden. Ein weiterer wichtiger Grundsatz ist das Trennungsgebot. Nachrichten und Kommentare sowie redaktionelle Texte und Werbung müssen ganz klar voneinander getrennt werden. Dem Leser der Information darf nicht den Eindruck erhalten, dass diese verschiedenen Dinge zusammengehören.
Jedoch gelten diese journalistischen Grundsätze nur für bestimmte Arten von Mediendiensten. Nämlich jenen, die der Berichterstattung dienen, Informationsangebote enthalten und in periodischer Folge Texte verbreiten. Keine Anwendung finden die Grundsätze auf die Gestaltung von Unternehmenswebseiten, User-Foren, Chat-Räume oder auf virtuelle Pinnwände.
Man sieht also, dass im Onlinebereich nicht jeder zur Wahrheit verpflichtet ist und es deshalb wohl besser ist, die eine oder andere Information kritisch zu betrachten. Ich hoffe mal, dass dieser Artikel hierfür etwas weiterhilft.
Der Artikel ist nicht juristisch abgesichert.



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