Mit Ton und Bild gegen Rechtschreibschwächen ankämpfen

Seit 21. Mai gibt es ein von der ETH Zürich entwickeltes Lernprogramm für Legastheniker. Mit Ton und Bild soll hier spielerisch der Lese- und Rechtschreibschwäche von Kindern, Jugendlichen aber auch Erwachsenen auf den Zahn gefühlt werden und diese abgeschwächt werden.
Unter Legasthenie versteht man eine massive und lang andauernde, aber intelligenzunabhängige Störung des Erwerbs der Schriftsprache. Die betroffenen Personen (Legastheniker) haben Probleme mit der Umsetzung der gesprochenen zur geschriebenen Sprache und umgekehrt.
Das Programm Dybuster will nun gezielt diesem Problem entgegenwirken. Es arbeitet mir Assoziationen. Ähnlich wie im Gehirn Wörter wie „dick“ und „dünn“ miteinander verbunden werden, verbindet Dybuster einzelne Buchstaben mit Tönen, Farben und Formen. Das Interessante am Konzept von Dybuster ist die Altersunabhängigkeit. Das Programm passt sich automatisch dem Fehlerverhalten und der Altersklasse des Benutzers an.
Die ETH Zürich hat natürlich eine umfangreiche Studie zu Dybuster durchgeführt und dabei interessante und vielversprechende Ergebnisse zu Tage befördert. Hier ein paar Auszüge:
Kinder mit Legasthenie, die mit Dybuster trainieren, machen durchschnittlich 24,7% weniger Fehler. Kinder ohne Legasthenie, die Dybuster nur unterstützend zum Rechtschreiblernprozess einsetzen, machen ebenfalls 24% weniger Fehler.

Doch wie funktioniert Dybuster nun?
Dybuster berechnet zu jedem Zeitpunkt, welches Wort für den Lernerfolg wichtig wäre und als nächstes an der Reihe ist. Außerdem gibt Dybuster ständig Feedback an den Nutzer. Richtige Tastenanschläge werden mit richtigen Tönen bestätigt, falsche mit einem Fehlerton. Durch dieses System kann der Nutzer seinen Fehler sofort korrigieren und es wird verhindert, dass ein falsches Wortbild abgespeichert wird.
Mit Dybuster sollte man jeden Tag ca. 15-20 Minuten arbeiten, um einen guten Lerneffekt zu erzielen. Man kann Dybuster auch mit eigenen Wörtern erweitern und es besteht die Möglichkeit den Fortschritt auf einem USB-Stick zu speichern, auf einen anderen PC zu übertragen und dort weiter zu lernen.
Die einzigen Vorausetzungen, die ein Kind mitbringen muss, um mit Dybuster zu arbeiten, sind eine gewisse Konzentration vor dem Computer und ein minimales Grundverständnis für die Computertastatur. Denn wer nur Buchstaben suchen muss, verliert schnell die Geduld.
Es ist jedoch anzumerken, dass Lernen mit Dybuster nicht trocken ist, sondern für ein Lernprogramm sichtlich Spaß macht.
Wer möchte kann sich eine Testversion des Programmes auf der Homepage von Dybuster herunterladen und das Programm selbst testen. Die Vollversion des Programmes bringt in der Basic Version 4000 Wörter mit, in der Premium Version 8000, die Testversion enthält 300 Wörter.
Einen kleinen Makel muss man der Software hier noch anhängen: Am Programm selbst kann nicht gemeckert werden, der Preis ist jedoch mit 112 € für die Basic Version und 149 € für die Premium Version nicht gerade eine Schnäppchen.



15. Januar 2009 um 15:37
Hallo,
ich habe das Programm mit meinem Sohn getestet, es ist einfach super,
ich bin total begeistert. Allerdings war ich entsetzt als ich den Preis erfahren habe, ich finde es eine Unverschämtheit. Schließlich kann sich das nicht jeder leisten, jedes “Schmarn-Spiel” ist billiger. Ich denke das derjenige der das erfunden hat keinerlei Mitgefühl für die Betroffenen hat, sonst würde er nicht nur an die “Kohle” denken. Klar kosten diese Studien viel Geld, aber auf die Art und Weise ist leider nicht allen geholfen, bzw. wieder nur den Reichen.
Ihnen fehlt es schlichtweg an Licht und Liebe, einem offenen Herzen und einem klaren Kopf!!!!!!!!!!!!!! Schande!