Onlinesucht

Onlinesucht ist ein immer wieder heiß diskutiertes Thema. Auch wir berichteten bereits früher darüber. Dabei muss zwischen verschiedenen Arten von Süchten unterschieden werden. Laut Onlinesucht.de sind dies die Spielsucht, die Onlinesexsucht und die Kommunikationssucht. In einem Interview auf Heise Online mit Gabriele Farke, Vorsitzende des Vereins Hilfe zur Selbsthilfe für Onlinesüchtige, spricht diese davon, dass rund drei bis neun Prozent der Internetnutzer süchtig sind. Die Spielsucht und die Onlinesexsucht sei eher bei jungen Männern zu beobachten und die Kommunikationssucht bei Frauen ab 30.
Eine Onlinesucht zeigt sich oft dadurch, dass die Betroffenen ihre sozialen Kontakte vernachlässigen oder ihren normalen Tagesrhythmus nicht mehr einhalten. Sie essen Beispielsweise nur noch unregelmäßig und sind oft von ihrer Arbeit abgelenkt. Von selbst bemerken die meisten Süchtigen dies oftmals erst, wenn es schon zu spät ist. Sie können ihren Job verlieren oder von Freunden verlassen werden.
Auf der Internetseite des Vereins wird Ratsuchenden umfassende Hilfe angeboten. Ausführlich werden dort die einzelnen Suchtarten und mögliche Symptome beschrieben. Dies hilft auch dabei eine Onlinesucht überhaupt erst richtig zu erkennen, da nicht direkt von den im Internet verbrachten Stunden auf eine Sucht geschlossen werden kann. Für die Betroffenen oder deren Angehörige werden Ratschläge gegeben wie man einer Sucht begegnen und ihr entgegenwirken kann. Des Weiteren gibt es ein Forum in dem anonym um Rat gefragt werden kann, eine Seite mit Kontaktadressen zu Therapeuten in verschiedenen Regionen Deutschlands, Informationen zu Selbsthilfegruppen oder Literaturempfehlungen.
Eine gute Nachricht für alle Eltern die auch denken, dass ihr Kind eventuell davon betroffen ist hat Farke jedoch auch. Viele Abhängige können aus eigener Kraft der Sucht entrinnen. Dies geschieht durch einfache Wochenpläne, Sperrungen bestimmter Internetseiten oder der Wiederbelebung alter Hobbys. Das größere Problem ist häufig, die Betroffenen auf ihre Sucht anzusprechen. Sie reagieren oftmals aggressiv und blocken schnell ab. Hier sei es besser ein Buch über das Thema hinzulegen und so den Süchtigen darauf hinzuweisen. Was Angehörige möglichst vermeiden sollten ist Co-Abhängiges Verhalten, sagt Elvira Lorenzen, Sozialarbeiterin in der Suchtmedizinischen Abteilung des Fachkrankenhauses Nordfriesland in Bredstedt . Co-Abhängigkeit bezeichnet entweder das Unterstützende, oder das Entschuldigende Verhalten Angehöriger gegenüber den Süchtigen.
Speziell zur Onlinespielesucht gibt es auch noch viele andere Quellen im Internet. Oftmals sind es so genannte MMORPGs (Massively Multiplayer Online Roleplaying Game), die wegen ihres speziellen Spielecharakters zu immer längerem Spielen herausfordern. Wer länger spielt kann sich mehr virtuelle Gegenstände leisten und leichter in den virtuellen Kämpfen bestehen. Speziell diesen Spielen nimmt sich das „Online Spielsucht Forum“ an. Dort können Betroffene ebenfalls über ihre Sucht schreiben oder von Leuten lesen die ihre Sucht erfolgreich besiegt haben.



27. November 2007 um 10:20
ICH BASH EUCH ALLE MIT MEINEM LVL 70 CHR!°