Medienmami im ZKM Karlsruhe

Am Mittwoch den 21. November war die Gruppe der Medienmami, aus diesem Semester, im ZKM (Zentrum für Kunst und Medientechnologie) in Karlsruhe. In der dortigen Ausstellung “Algorithmische Revolution” gibt es sehr viele unterschiedliche Installationen zu sehen, die sich hauptsächlich mit der Wiedergabe und neuartigen Aufbereitung von Medien befassen. Gleich zu Beginn der Ausstellung wird man von einem Paukenschlag begrüßt: Eine direkt am Eingang aufgestellte Basstrommel, in deren Membran man sich selbst sehen kann, reagiert auf den ankommenden Besucher und betätigt diese.
Ein Ziel vieler Exponate ist die Aufbereitung, Erhaltung und Wiederherstellung alter Medien. So kann man dort beispielsweise einen alten VW Bus betrachten in dessen Kofferraum eine Kamera inklusive Fernseher gebaut wurde, in dem man sich selbst sehen kann. Dieser Aufbau wurde in den 70er Jahren exakt gleich in Bamberg an einer Straßenbahnhaltestelle aufgestellt und hat zu dieser Zeit die Leute in großes Erstaunen und Freude versetzt. In einem weiteren Fernseher kann man die alten Aufnahmen von damals betrachten. Die Bänder dieser Zeit mussten dafür aufwändig restauriert und digitalisiert werden.

Jedoch auch moderne Medien sind dort zu Hauf vertreten und werden oftmals eingesetzt. Gelungene Ideen die neuen Medien mit Kunst zu vereinigen waren zum Beispiel die Bluetooth Leinwand, das Klebeband-Spiel oder die RFID-Bar. Bei den Blueetooth-Leinwänden konnte der Besucher selbst das per Beamer an die Wand geworfene Bild verändern, indem er über ein Bluetooth-Gerät selbst gemachte Videos, in das Kunstwerk mit einbringen konnte.

Beim Klebeband-Spiel handelt es sich im Prinzip um ein einfaches Jump-and-Run Spiel im Stile des alten Donkey-Kong für das Nintendo NES. Jedoch können die Plattformen, auf denen sich die Spielfigur bewegt, selbst an die Wand “gemalt” werden. Dazu werden diese Plattformen mit Klebeband dorthin geklebt, wo man sie sich diese wünscht.
In der RFID-Bar standen ca. 100 (leere) Flaschen in einem Regal an der Wand. Diese waren mit einem RFID-Chip versehen. Stellte man nun eine der Flaschen auf die davor aufgebaute “Bar” ertönte eine bestimmte Musik. Die Musik stand im Zusammenhang mit dem Flaschenetikett. Auch mehrere Flaschen und somit Melodien konnten kombiniert werden.
In der Ausstellung »NETZSPANNUNG.ORG – PERFORMING THE ARCHIVE« wird die Dimension und Wirkungsweise des Online-Archivs netzspannung.org sichtbar. Unterschiedliche raum- und zeitbasierte Userinterfaces bringen einem das sonst nur schwer fassbare Archiv näher. Mehr Informationen dazu finden sich auf der verlinkten Webseite.
Das ZKM Karlsruhe ist auf jeden Fall für jeden technik- und kunstinteressierten Menschen eine lohnende Erfahrung. Eintrittspreise für Erwachsene 5€, für Gruppen ab 10 Leuten und Studenten oder Schüler 3€.



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