Kinder und Roboter

Wer hat sich als kleines Kind nicht auch einen Roboter gewünscht der mit einem spricht und einem die Hausaufgaben erledigt? Ganz so weit ist die Forschung leider noch nicht, jedoch gibt es bereits so komplexe Roboter, dass sich auch Kleinkinder mit ihnen anfreunden. Normalerweise verlieren diese bereits nach kurzer Zeit das Interesse. Heise/Telepolis berichtet über eine Studie der University of California in San Diego. Hierbei wurde der von Sony nicht mehr weiterentwickelte “soziale” Roboter QRIO (Quest for cuRIOsity – was soviel heißt wie “Die Suche nach Merkwürdigkeiten”) verwendet. Dieser etwa 50 Zentimeter große Roboter kann Sprechen, erkennt Gesichter und Stimmen und kann sich deren Vorlieben merken. Des Weiteren kann er tanzen oder auch kichern.
Bei der Studie ließ man die Kinder im Alter zwischen 18 und 24 Monaten, in mehreren Sitzungen, mit dem Roboter spielen. Dabei sollte getestet werden ob die so genannte zehn Stunden Schwelle übersprungen werden kann. Normalerweise verlieren Kinder nach etwa dieser Zeit das Interesse an Robotern.

Bei den Sitzungen wurde besonders die Kontaktaufnahme gefordert, indem der Roboter beispielsweise kicherte, wenn er von den Kindern gestreichelt wurde. In manchen Sitzungen reagierte der Roboter gar nicht auf die Reaktionen der Kinder. Hierbei verloren die Kinder schnell das Interesse. Nur wenn der QRIO auch auf ihre Aktionen reagierte, konnten die Kinder bei Laune gehalten werden.
Zur Kontrolle wurde den Kindern auch immer noch ein Teddybär gegeben, welcher jedoch oftmals schnell beiseite gelegt wurde. Am Ende des Tests akzeptierten viele der Kinder den Roboter wie einen echten Menschen. Dies sah man daran, dass sie ihm nicht mehr ins Gesicht fassten, sondern wie bei einem normalen Menschen, an den Händen.
Die Studie sei im Vergleich zu vorherigen Studien herausragend, da zum ersten Mal so etwas wie ein sozialer Kontakt zwischen Mensch und Maschine entstanden ist.



22. Februar 2008 um 17:34
Finde ich jetzt eigentlich nicht so herausragend das Ergebnis. Der Teddybär bewegt sich halt nicht selbst, von ihm geht keine Aktion aus. Kein Wunder also, dass sich die Kids nur mit dem Roboter beschäftigt haben. Reagierte der Roboter nicht, verloren die Kinder ja auch das Interesse
Wir haben eine Ernie Handpuppe die sehr oft zum Einsatz kommt. Da von ihr also auch sehr oft Aktionen ausgehen wird hier ebenfalls nichts langweilig.
Fazit: Was sich bewegt und nicht gerade wie ein Bauklotz aussieht, wird von den Kids menschlich behandelt.