Seid mir gegrüßt edle Fremde!
Nachdem nun der Winter seine letzten eisigen Klauen endgültig von uns nahm und so der Frühling langsam in den Sommer übergeht, erwachen nun in allen Gegenden wieder alte Bräuche: Es wird wieder zum ritterlichen Turnier geladen und Händler bieten auf anscheinend verzauberten Märkten ihre Waren an.
Es ist wieder die Zeit, in der auf sonst einfachen Wiesen ganze Zeltstädte entstehen und über den Burgen wieder die Banner der Ritter im Winde wehen.
Deshalb habe ich mich auf eine Zeitreise begeben um von diesen Wundern zu berichten und vielleicht auch Euch in diese Zeit mitzunehmen.
Meine erste Station in diesem Jahr waren die „Ritter in München“. Ein riesiger Markt mit vielen Künstlern, Ständen und einem großen Turnier im Olympiapark.
Hier hat sich mal wieder gezeigt, wenn man tief in diese Atmosphäre eintaucht und sich in historische Gewandungen kleidet, dass man immer wieder neue nette Leuten kennen lernt. Ich lernte gleich bei der Ankunft schon eine Gruppe Gaukler kennen, die mich, ortskundig wie sie waren, mit ihnen das Gelände erkunden ließen.
Als die Spielleute ihre Musik auf den Bühnen spielten, konnten die Gaukler nicht ruhig sitzen. Ihre Keulen flogen dann im Rhythmus der Musik durch die Luft und wer sich nicht ganz schnell versteckte, war ehe er sich versah, beim Tanzen mit dabei.
Nach einem langen Tag und einem durch die Sonne stark verbrannten Nacken, machte ich mich müde aber glücklich auf die Heimreise und freute mich schon auf das nächste Spektakel.

Dieses war in Waldreichenbach in der Nähe von Illertissen. Während in München sich alles aufgrund der Größe etwas verlief, stellte Waldreichenbach das genaue Gegenteil dar. Auch hier waren viele Künstler, Stände und ein großes Turnier, doch alles viel enger beieinander: auf einem Feld, das an einen Hang liegt und umsäumt ist von einem dichten Wald.
Wenn man dort über den Markt schlendert, kommt man unweigerlich mit den Rittern und deren Gefolge in Kontakt. Der Duft von Essen, das auf offenem Feuer gekocht wird, steigt in die Nase und man fühlt sich nicht mehr nur als Zuschauer, sonder als Teil des Ganzen.
Als ich abends dann wieder daheim war und meine Gewandung ablegte, dachte ich mir, wie gerne ich als Kind das schon gemacht hätte. Deshalb habe ich beschlossen, hier ein paar Gewandungstipps weiter zu geben. Denn es ist ganz einfach sich seine eigene mittelalterliche Kleidung zu nähen.

Deshalb haltet Ausschau nach meinem nächsten Beitrag, wenn ich Euch dann zeigen möchte, wie Ihr ein einfaches Gewand bekommt, das aber nach sehr viel aussieht. Meine Beiträge werden mein Wappen tragen.
Um zu sehen, welche Märkte und Lager in Eurer Nähe sind kann ich folgende zwei Seiten empfehlen:
Marktkalendarium und Karfunkel
Mit ritterlichem Gruße
Euer Georg von Schilling



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