Kampf gegen die Armut

Die Ergebnisse des aktuellsten Armutsberichts sind erschreckend. In Deutschland leben 13% der Bevölkung in Armut, und würden sie keine staatlichen Hilfen beziehen, würden weitere 13% in Armut leben. Von der Armut bleiben auch Kinder nicht verschont. In Deutschland lebt jedes 10. Kind in Armut, d.h. es sind etwa 2,5 Millionen Jugendliche verarmt. Ein internationale UNICEF-Vergleichsstudie hat ergeben, dass in Deutschland seit 1990 die Kinderarmut um 2,4% zugenommen hat. Dieser Zuwachs ist deutlich stärker als in den meisten anderen Industrieländern. Auch Arbeitsminister Olaf Scholz bestätigt die immer größer werdende Scheere zwischen arm und reich. Als reich gilt in Deutschland wer als Alleinstehender mindestens 3418 € zur Verfügung hat.
Besonders Kinder leiden unter der Armut. Aufgrund der fehlenden finanziellen Mitteln können nicht die notwendigen Lernmittel angeschafft werden. Auch die Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung sind sehr begrenzt. Eigene Recherchen haben ergeben, dass es derzeit kaum Aktionen gegen Kinderarmut sowie kaum Freizeitangebote speziell für Bedürftige gibt. Wie können diese Kinder, die meist in sozialen Brennpunktsiedlungen auwachsen, ihre Freizeit gestalten?
Die gesamte (reiche) Bevölkerung muss auf die erschreckenden Entwicklungen aufmerksam gemacht, und zum Handeln angehalten werden. Dies verucht derzeit der Sozialverband „Vdk“. Der „VdK“ ist der größte Sozialverband Deutschlands und vetritt die Interessen von Behinderten, Kranken und Senioren. Im März dieses Jahres hat der VdK eine bundesweite „Aktion gegen Armut“ gestartet. Dafür wurden in der gesamten Bundesrepublik 10.000 Plakate zum Thema Kinder- und Altersarmut aufgehängt. Neben Kindern sind nämlich auch Senionen sehr stark betroffen. Derzeit gelten in Deutschland 3 Mio. Renter als arm. Dies bestätigt eine Studie der Deutschen Renetnversicherung. Zudem prophezeit die Studie die Gefahr der Altersveramung, sofern im Beschäftigungsalter nicht zuzsätzlich privat vorgesorgt wird.
Durch großflächige Plakate sollen Gesellschaft und Politik wach gerüttelt werden. Die Motive der Plakate sind sehr tiefgründig und emotional. Sie tragen die Titel “Endstation Armenküche?”, “Abgehängt.” und “…und raus bist du.” Auch Bundspräsident Horst Köhler zeigt sich besorgt über die sozialen Misstände in Deutschland.



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