Aller guten Dinge sind drei… Der neue Nintendo DSi

Schon die Vorgänger waren Kult. Jetzt ruft Nintendo mit dem neuen DSi schon die dritte Generation der kleinen, tragbaren Spielekonsole ins Leben.

“Was bedeuten eigentlich die Buchstaben?” wird sich so mancher schon gefragt haben. DS heißt “Dual Screen” oder auch “Double Screen” aufgrund der beiden LC-Bildschirme, wobei der untere berührungsempfindlich ist. Somit lassen sich die Spiele nicht nur über das Steuerkreuz und die Buttons, sondern auch per Stift oder Finger bedienen. Das “i” steht für “ich” und soll den persönlichen Bezug des Spielers zur Konsole verdeutlichen, denn mit den beiden Kameras ist es jetzt möglich, Fotos zu schießen und mit der gleich integrierten Software zu bearbeiten. Eine der beiden Kameras mit einer Auflösung von 0,3 Megapixeln befindet sich außen am Deckel des Gehäuses, die andere im Innenteil, die den Spieler direkt aufnehmen kann.

Das Programm bietet die Möglichkeit, aufgenommene Fotos in einem Album abzulegen, mit zahllosen Werkzeugen zu verändern oder die Schnappschüsse als Diashow anzuzeigen. Als Bildbearbeitung lassen sich hier beispielsweise der Farbton ändern, Stempel hinzufügen, Grimassen in Gesichter schneiden oder diese per Stift verzerren. Über die WiFi-Verbindung zu anderen DSi-Geräten können die Bilder dann auch beliebig unter den Spielern ausgetauscht werden.






Auch eine Software zum Aufnehmen kleiner Tonsequenzen über das eingebaute Mikrofon bringt der Nintendo DSi mit wobei der Editor für interessante Toneffekte sorgen kann. Die Tonhöhe variieren, Töne als Trompete wiedergeben, oder auch nur das Aufgenommene rückwärts abspielen wären hier zu nennen. Auch hier kann man die erstellten Tonstücke mit anderen Spielern über die WiFi-Verbindung tauschen. Nicht fehlen darf selbstverständlich der schon bekannte PictoChat nicht, über den in vier Chatrooms mit je bis zu 16 Spieler miteinander kommunizieren können.

Im Gegensatz zu seinen Vorgängern ist es mit dem DSi jetzt auch möglich, mp3′s ohne Zusatzsoftware abzuspielen. Über den integrierten SD-Card Slot lassen sich die Lieblingsmusik oder Podcasts ganz einfach auf den Nintendo DSi bringen oder man speichert dort seine eigenen Aufnahmen ab. Auch Zusatzsoftware und Spiele, die neuerdings im DSi-Ware Shop über das Internet direkt auf das Gerät heruntergeladen werden können, werden dort wahlweise abgespeichert. Als kostenlosen Download stellt Nintendo den verbesserten Opera-Browser zur Verfügung, der bei den Vorgängermodellen zusätzlich gekauft werden konnte.

Für den SD-Card Slot musste der GBA-Slot (Steckplatz für GameBoy Advanced Spiele) weichen, was es nun nicht mehr ermöglicht, GBA-Spiele, Erweiterungen wie das RumblePack oder den Guitar-Hero-Grip zu nutzen.

Das Erscheinungsbild des Nintendo DSi ähnelt stark dem Vorgänger DS Lite, jedoch ist das Gehäuse flacher, aber mit den größeren Bildschirmen auch länger und breiter geworden. Doch auch im Innenleben hat sich etwas getan: Der Prozessortakt wurde auf 133 MHz verdoppelt und der Arbeitsspeicher auf 16 MB vervierfacht. Außerdem kam ein interner Speicher von 256 MB neu hinzu. Auch die Akkulaufzeit hat sich mit bis zu 14 Stunden (bei niedrigster Helligkeitseinstellung) erhöht.

Erhältlich ab: April 2009
Hersteller: Nintendo
Preis: ca. 169 €

Fazit:

Für einen Besitzer des Nintendo DS oder Nintendo DS Lite lohnt sich ein Umstieg auf den DSi nicht. Als Neuanschaffung bietet er jedoch mit vielen Features sogar ohne DS-Spiel Unterhaltung pur.

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