Harry Potter und der Halbblutprinz

„Harry Potter und der Halbblutprinz“, die Zusammenführung der ersten Harry Potter Teile. Der Film beginnt durchaus  vielversprechend und überrascht sogleich mit einer sehr freien Interpretation des Romananfangs. Auf den aus der Vorlage bekannten Einstieg wird etwa komplett verzichtet. Sowohl das Aufeinandertreffen des britischen Premierministers mit dem Zaubereiminister, als auch Dumbledores Besuch bei den Dursleys fielen Kürzungen des Drehbuchs zum Opfer. Stattdessen wird der Zuschauer nun direkt ins Geschehen geworfen, wo er Augenzeuge der Zerstörung der Millennium Bridge in London wird – eine Szene, die im Buch nicht mehr als eine Randnotiz ausmacht.
Der ganze Film erzählt die stark gekürzte Fassung des Buches. Die Kindheit von demjenigen, dessen Namen nicht genannt werden darf, wurde komplett gestrichen. Wenn man das Buch nicht gelesen hat fehlen einige Zusammenhänge und werden auch nicht weiter erklärt. Der komplette Film ist recht kurzweilig und macht Vorfreude auf die letzten Teile. Daher wird das letzte Buch, aufgrund der Fülle in zwei Teile verfilmt.
Man kann nur hoffen das einige Erklärungen, die man im sechste Teil vermisst, aufgegriffen werden. Bei den Kürzungen, fielen zwar einige Themen weg, aber u.a. die Charakterentwicklung der Hauptpersonen macht den Film interessant.

hp_bild1Aus anfänglich Kindern, wurden mittlerweile Erwachsene, mit ganz anderen, alltäglichen Problemen. Einige der Hauptpersonen bekommen Schmetterlinge im Bauch, mit allen Höhen und Tiefen. Der Humor kommt diesmal auch nicht zu kurz, im Gegensatz zu den doch recht trockenen Vorgängern.

Die Geschichte um Harry und Snape wird immer klarer und durch den Halbblutprinzen zusammengeführt. Im Film wird deutlich, das einige Zauberer nicht auf der Seite stehen wie es ursprünglich den Anschein hat. Das Ende des Filmes bringt eine unvorhergesehene Wendung, das vmtl. die Geschichte Hogwarts und die der gesamten Zaubererwelt durcheinander bringen wird.

Der Film hebt sich deutlicher von den anderen Teilen ab. Er ist düsterer und weitestgehend erwachsener als die Teile zuvor.

hp_bild2Wer einen Kinderfilm erwartet, wird überrascht, aber im positiven. Die Handlung ist, zwar düster, aber nicht grausam. Die FSK von 12 erhält der Film zurecht, aufgrund der doch recht erwachsenen Erzählweise.

Alles in allem war der Film spannend und voller Überraschungen. Der Film ist eine gelungene Umsetzung des Buches, das einige durchaus interessante Aspekte aus dem Buch vermissen lässt, aber dennoch die Harry Potter Saga atemberaubend weiterführt.  Der Gang ins Kino lohnt sich auf jeden Fall.

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